Solothurn
Der Rosengarten soll aufblühen – für 15 Millionen Franken

Der Regierungsrat legt dem Kantonsrat das Projekt für die Umnutzung der Liegenschaft Rosengarten in der Solothurner Vorstadt vor. Das Hochbauamt rechnet mit Kosten von fast 15 Millionen Franken.

Hans Peter Schläfli
Drucken
Teilen
Der Solothurner «Rosengarten» heute (links) und die Visualisierung, wie der Bau nach der Sanierung aussehen könnte.

Der Solothurner «Rosengarten» heute (links) und die Visualisierung, wie der Bau nach der Sanierung aussehen könnte.

zvg

Im Dezember 2012 kaufte der Kanton Solothurn die Liegenschaft Rosengarten in der Solothurner Vorstadt mit dem Ziel, hier in absehbarer Zukunft einen Teil der kantonalen Verwaltung unterzubringen und langfristig Mietkosten zu sparen.

Jetzt wird das Projekt konkret: Hier, wo bis vor kurzem die Berufsschüler ein und aus gingen, sollen modern eingerichtete Büroräume für das Departement für Bildung entstehen, das heute auf nicht weniger als sechs verschiedene Standorte verteilt ist. Die Zusammenführung der Amtsstellen in moderne Büros im Rosengarten verspricht Synergien und höhere Effizienz.

Seit einer Woche werden die Schüler des Berufsbildungszentrums BBZ rund 100 Meter westlich im Neubau unterrichtet und die leerstehenden Räume des 1964 realisierte Gebäudes am Dornacherplatz können saniert werden. Falls der Kantonsrat den Verpflichtungskredit von 14,9 Millionen Franken rasch bewilligt, wäre ein Baubeginn schon im kommenden Jahr möglich.

Seit Dienstag liegt die Projektdokumentation des Hochbauamtes als Botschaft und Entwurf des Regierungsrates an den Solothurner Kantonsrat vor. Die gute Nachricht: Im Dokument, das 13 Seiten umfasst, wird das Gebäude als «grundsätzlich in einem guten Zustand» beschrieben.

Die bestehende Tragstruktur ist ausreichend, aber um die heutigen Brandschutzbestimmungen erfüllen zu können, muss es ein zweites Treppenhaus als alternativer Fluchtweg gebaut werden. Die Erdbebensicherheit wird durch zusätzliche Wandverstärkungen verbessert.

Die Fassade aus dem Jahr 1964 ist verwittert und entspricht schon lange nicht mehr den Ansprüchen, die heute an die Energieeffizienz eines öffentlichen Gebäudes gestellt werden. Die undichten Fensterfronten müssen ersetzt werden und auch die Dachflächen sind mangelhaft.

In Zukunft soll der Rosengarten entsprechend des kantonalen Energieleitbildes 2008 dem Minergie-Eco-Standard entsprechen. Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von rund 250 m2 vorgesehen. Das Projekt des Hochbauamtes sieht auch vor, den Rosengarten durchgehend hindernisfrei und behindertengerecht zu gestalten. Anstelle der heute leerstehenden Klassenräume sollen «offene Bürolandschaften mit Rückzugsgelegenheiten für Gespräche» entstehen. Die beiden Untergeschosse sind als einfache Lager- und Archivräume geplant.

Für die geplante Sanierung und Umnutzung der Liegenschaft am Dornacherplatz soll der Kantonsrat nun in einer der kommenden Sitzungen einen Verpflichtungskredit von 14,9 Millionen Franken bewilligen. Das Projekt ist bereits in der aktuellen Mehrjahresplanung als «gebundene Ausgaben» enthalten und kann durch den Kantonsrat abschliessend bewilligt werden. Der Verpflichtungskredit unterliegt also nicht dem Referendum und der Kantonsrat hat die Kompetenz, den Regierungsrat mit dem Vollzug zu beauftragen.

Aktuelle Nachrichten