Unter der Bezeichnung BNL 1012 ist das Belchen-Passwanggebiet unter Schutz des Bundes gestellt. Es umfasst insgesamt 6494 Hektaren und liegt in den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn. Ein typisches Gebiet des Faltenjuras. In weiten Teilen ist die Gegend dünn besiedelt. Trotz dieser Abgeschiedenheit durchschneidet das Gebiet einen Verkehrsweg von nationaler Bedeutung: den Oberen Hauenstein.

Balsthal, Holderbank und Langenbruck (BL) waren bis zur Eröffnung der Autobahn wichtige Etappenorte an der Handelsroute Basel-Gotthard. Vermutlich wurde der Obere Hauenstein bereits in der Bronzezeit überquert. Sicher ist, dass er eine bedeutende römische Juratransversale darstellte.

Er war die kürzeste Verbindung zwischen Aventicum und Augusta Raurica. Heute noch ist auf dem sogenannten Römerweg – nun der Wanderweg zwischen Balsthal und Holderbank – die alte befestigte Strasse mit Karrenrinnen zu finden. Früher vermutete man, dass es sich dabei um römische Abnutzungsspuren handelte.

In Stein gemeisselt

Heute weiss man, dass diese eingekerbten Rinnen in die Strassenbefestigung Sicherungsmassnahmen aus dem frühen Mittelalter sind.

Damals wurden die Karrenrinnen extra in die Steine eingemeisselt, damit die schweren Fuhrwerke die steile und gefährliche Stelle mit Seilen gesichert in der vorbestimmten Spur passieren konnten, ohne bei den gefürchteten Radblockaden in den Wald abzurutschen.