Noch liegt der künftige Standort für die 20 Operettenaufführungen im Aeschimoos zwischen den Ortsteilen Burgäschi und Aeschi in spätwinterlicher Ruhe. Doch inzwischen sind alle wichtigen Planungen und Verträge unter Dach und Fach. Schon lange gesichert ist die Anmietung des 600-plätzigen Zirkuszelts des Unternehmens Monti. Im kommenden Mai in den Wochen 19 und 20 findet dessen Anlieferung und Aufbau statt, damit genügend Proben in zirzensischer Atmosphäre vor der Premiere am 3. Juni durchgeführt werden können.

«Niemand, der nicht wirklich Einblick hat, wird glauben, was Vorbereitung und Organisation eines solchen Anlasses schon im Vorfeld erfordern», unterstreicht Hermann Gehrig als Intendant der Bühne Burgäschi. Ihre grossen Sommer-Operettendarbietungen, die alle zwei Jahre rund zehntausend Musikliebhaber ins äussere Wasseramt lockten, werden künftig wohl an wechselnden Plätzen gastieren. «Mit der letztjährig im Zwischenjahr erarbeiteten Operette «Bezauberndes Fräulein» im Hornussergelände in Oekingen sammelten wir – auch dank Unterstützung der Behörden in Oekingen – erste Erfahrung zur Anlage von Festplätzen auf der grünen Wiese», so Gehrig.

Gemeinde hilft lösungsorientiert

Aeschi habe den gesamten Vorgang kooperativ in Angriff genommen, sagt Gehrig. Aus dem kantonalen Musterreglement zur Durchführung derartiger Festanlässe mit grossem Publikumsverkehr ist eine massgeschneiderte Wegleitung entstanden, die Anforderungen, Reglemente und eben auch Bewilligungen der verschiedensten Instanzen beinhaltet. Der Gemeinderat hat die Betreuung dieser Veranstaltungsplanung an Baukommission und Bauverwaltung übergeben.

Die beiden Parzellen für den Aufführungsort im Aeschimoos, die Martin Sommer und dem Etziker Landwirt Beat Ochsenbein gehören, sind bezüglich der aus dem Moos aufsteigenden Feuchtigkeit für den Aufbau des Zirkuszelts und der insgesamt 150 Quadratmeter umfassenden drei Nebenzelte genau analysiert worden.

Im Notfall mit Shuttle

«Wir haben uns entschieden, die Parkplätze auf das bereits mit Aushubmaterial sanierte Gelände Ochsenbein zu legen», erläutert der Intendant. Die Zeltlandschaften befinden sich dann auf dem demnächst mit Holzauflagen gesicherten Grund auf dem Areal Sommer. Im Fall von schlechtem Wetter tritt in Absprache mit den Landeigentümern eine weitere Parkplatzvariante in Kraft, die dann mit Shuttle-Bussen bedient wird. Die Elektrizität kann in ausreichender Leistung vom nahen Hornusserhaus Aeschi zum Festplatz herangeleitet werden. Ebenso Frischwasser, das als Schmutzwasser in einer grossen Wanne gesammelt und regelmässig abgeführt wird. Dies beinhaltet auch die Entsorgung der Toilettenwagen.

Tolle Mitarbeitende

«Weil wir über ein ausgezeichnetes und bewährtes Helferteam verfügen, nehmen wir die gastronomische Bewirtung diesmal in eigene Hände», erklärt Hermann Gehrig. Für die «gehobene Gruppenverpflegung», die von Interessierten angemeldet wird, stehen zwei professionelle Anbieter bereit. «Ich bin dankbar, dass wir so viel Zuspruch und Unterstützung von unseren langjährigen Freiwilligen erhalten», schwärmt er von dem in jeder Weise belastbaren «Pensionierten-Bautrupp», von den stets liebenswürdigen weiblichen und männlichen Küchenfeen und all jenen Personen, die das Unternehmen «Bühne Burgäschi» mit selbstloser Arbeit am Laufen halten.

Vorverkauf online unter www.burgaeschi.ch, mit Beratung unter Tel. 032 532 00 32 (Mo–Fr von 9–12 Uhr). Aufführungsdaten: 3., 7., 9., 10., 14., 16., 17., 20., 23., 24., 25., 27., 30. Juni und 1., 2., 5., 7., 8., 10., 11. Juli.