Regierung
Der Kanton will vermehrt auf Elektromobile setzen

Sofern der Verwendungszweck es zulässt (Reichweite, Zugkraft), will der Regierungsrat bei der Beschaffung kantonseigener Fahrzeuge solche mit Elektroantrieb gegenüber Fahrzeugen mit Energieetikette A vorziehen.

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Der Elektroantrieb wird als zusätzliches Beschaffungskriterium in die Evaluationsgrundlagen aufgenommen. (Archiv)

Der Elektroantrieb wird als zusätzliches Beschaffungskriterium in die Evaluationsgrundlagen aufgenommen. (Archiv)

Keystone

Wie die Regierung in der Beantwortung eines Vorstosses der Grünen bekannt gab, passt die Motorfahrzeugkontrolle die Checklisten und Pflichtenhefte zur Beschaffung kantonseigener Fahrzeuge entsprechend an: Der Elektroantrieb werde als zusätzliches Beschaffungskriterium in die Evaluationsgrundlagen aufgenommen. Das entspricht ziemlich genau der Forderung des Auftrags der Grünen. Er wurde daher am Mittwoch vom Kantonsrat überwiesen und gleichzeitig abgeschrieben. Die Grünen hätten sich gewünscht, dass ihr Auftrag pendent gehalten und nicht als bereits erfüllt abgeschrieben wird.

Man anerkenne zwar, dass die Regierung mit der Förderung der Elektromobilität ernst macht, aber es fahre erst ein sehr kleiner Teil der kantonseigenen Wagenflotte (0,8 Prozent) mit Elektroantrieb, gab Felix Glatz-Böni (Bellach) zu bedenken.

Die Grünen unterlagen aber mit 55 gegen 38 Stimmen. Grundsätzlich skeptisch was den Einsatz von Elektromobilen betrifft, zeigte sich allerdings nur gerade SVP-Grossrat Peter M. Linz Büsserach, der dem Rat vorrechnete, wie viel Strom es brauchen würde, wenn der ganze Strassenverkehr elektrisch abgewickelt würde.

Dem hielt Georg Nussbaumer entgegen, dass der Elektroantrieb vier Mal energieeffizienter sei als jeder Verbrennungsmotor. (mou)