Heute Samstag beginnt schweizweit wiederum die traditionelle «Woche der Religionen», die bis zum 8. November dauert. Die Woche der Religionen ist eine Plattform für Begegnung, Dialog und Handeln zwischen Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Diese Plattform steht auch für Nichtreligiöse offen.

Jugendliche in der Moschee

Zum interreligiösen Dialog gehört auch das interreligiöse Handeln. Unter diesem Motto veranstaltet der «Runde Tisch Woche der Religionen» des Kantons Solothurn seine diesjährige Veranstaltungsreihe für die Bevölkerung. Erneut wird diese unter dem Dach der schweizweiten «Woche der Religionen» durchgeführt, welche von der interreligiösen Arbeitsgemeinschaft Iras Cotis organisiert wird. Dieses Jahr öffnen im Rahmen der Veranstaltungsreihe das buddhistische Khmer-Zentrum in Walterswil sowie das buddhistische Zentrum in Gretzenbach ihre Tore.

Neun verschiedene Gemeinschaften laden Jugendliche von der 7. Klasse an in Zusammenarbeit mit Religionswissenschaftern des Vereins «WissensWert Religionen» in die Moschee in Bellach zum Workshop mit dem Namen «Hey, was glaubst du eigentlich?» ein.

In Solothurn feiern Vertreter von Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum beziehungsweise in Olten Vertreter von Bahai, Buddhismus, Christentum, Hinduismus und Islam ein gemeinsames Friedensgebet.

In Grenchen findet die Veranstaltung «Unterricht in und über Religionen in Familie - Kirche - Staat» statt, die in Zusammenarbeit mit religiösen sowie nichtreligiösen Gemeinschaften aus Grenchen organisiert wird. Die Podiumsdiskussion wird durch ein Inputreferat von Professor Kuno Schmid von der Universität Luzern eröffnet.

Interessierten sollen so Geschichte und Geschichten von Menschen mit anderem Glauben, andere Ursprünge, andere Rituale und Regeln nähergebracht werden. Dabei besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen und kompetente Antworten zu erhalten. Gleichzeitig können sich die beteiligten Gemeinschaften frei darstellen, ohne aber für die eigene Überzeugung zu werben.

Vorurteile und Halbwissen können so durch bessere Kenntnisse über andere Religionen und Anschauungen ersetzt werden. Der «Runde Tisch Woche der Religionen» besteht bereits seit einigen Jahren. Teilnehmende sind religiöse und nichtreligiöse Gemeinschaften oder Privatpersonen. (sks)