Zigarettenstummel auf Strassen, Plätzen, bei Haltestellen und Bahngleisen sind ein Ärgernis und können auch eine grosse Gefahr darstellen, wie der Brand auf der Holzbrücke in Olten jüngst gezeigt hat. Seit der Einführung des Rauchverbots in Restaurants und im öffentlichen Verkehr rauchen viele Leute im Freien und entsorgen die Zigarettenreste teilweise beliebig auf dem Boden. Aber auch im Wald oder entlang von Gewässern werden immer wieder Kippen achtlos weggeschnippt.

Um diesem Littering entgegen zu wirken, hat das Amt für Umwelt den «Taschenbecher» lanciert, wie es in einer Mitteilung heisst. In der kleinen Blechdose können Zigarettenstummel und Aschenreste gesammelt werden, ohne dass Brandgefahr besteht oder unangenehme Gerüche entweichen. Um auf die Umweltproblematik von weggeworfenen Glimmstängeln aufmerksam zu machen und den «Taschenbecher» bekannter zu machen, wird dieser an verschiedenen Orten an Raucherinnen und Raucher verteilt – am Samstag, 27. Oktober beispielsweise ist eine Aktion am Bahnhof Olten geplant. 

Zigarettenfilter bestehen meist aus Kunststoff. Es dauere rund 15 Jahre, bis sie sich zersetzen, schreibt das Amt für Umwelt weiter in der Mitteilung. Zudem sammeln sich in ihnen verschiedene Chemikalien, die nach und nach freigesetzt werden und Wasser und Böden verunreinigen können. 

Jährlich gelangen weltweit zirka 4,5 Billionen Zigarettenkippen in die Natur und den urbanen Lebensraum. Laut der Weltgesundheitsorganisation machen Zigarettenfilter damit 30 bis 40 Prozent des Gesamtmülls aus, der in Städten und an Gewässern vom Boden gesammelt wird.