Kantonsrat Solothurn
Der Kanton Solothurn kann die beiden Hallen in Biberist erwerben

Die beiden Hallen in Biberist sind schon länger im Visier des Kantons. Nun kann er sie für 3,5 Millionen erwerben. Das hat der Kantonsrat entschieden.

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An der Buchrainstrasse Nr. 15 (links) und Nr. 19 (rechts) in Biberist soll unter anderem das Asservaten-Lager der Kantonspolizei untergebracht werden. Das Gebäude in der Mitte (Nr. 17) steht unter Denkmalschutz und ist nicht nutzbar.

An der Buchrainstrasse Nr. 15 (links) und Nr. 19 (rechts) in Biberist soll unter anderem das Asservaten-Lager der Kantonspolizei untergebracht werden. Das Gebäude in der Mitte (Nr. 17) steht unter Denkmalschutz und ist nicht nutzbar.

Thomas Ulrich

Das Kanton Solothurn kann in Biberist für 3,5 Millionen Franken zwei leerstehende Hallen mit einer Nutzfläche von fast 2000 Quadratmetern erwerben. Dort sollen das Asservatenlager der Kantonspolizei und das Zwischenlager des Betreibungsamtes untergebracht werden.

Der Kantonsrat genehmigte am Dienstag mit 93 zu 0 Stimmen einen Kredit von 3,7 Millionen Franken. Zusätzlich zum Kaufpreis von 3,5 Millionen will der Kanton rund 200'000 Franken in die Gebäude investieren. Weil dort wertvolle Sachen eingelagert werden, müssen vor allem die Sicherheitsmassnahmen verbessert werden.

Bisher waren die Gegenstände der Polizei und die Wertsachen des Betreibungsamtes auf dem Areal Attisholz-Süd in Luterbach eingelagert. Mit den Plänen der amerikanischen Firma Biogen für eine neue Fabrikationsanlagen wurden die Gebäude der ehemaligen Cellulosefabrik inzwischen abgerissen. Momentan sind die Gegenstände provisorisch in anderen Gebäuden eingelagert.

Für beide Nutzungen gelten die selben Anforderungen bezüglich Erreichbarkeit und Sicherheit, schrieb die Regierung in ihrer Botschaft an den Kantonsrat. Zudem sei ein Kauf einer Liegenschaft gegenüber einer Miete auf die Dauer von 40 Jahren um rund 3 Millionen Franken günstiger.

Die beiden Hallen seien schon länger im Visier des Kantons gewesen, sagte Heiner Studer (FDP) für die vorberatende Kommission. Der Besitzer habe aber 4,8 Millionen Franken dafür verlangt. Erst nachdem er seine Preisvorstellungen reduziert habe, sei das gut erschlossene Grundstück für den Kanton erwerbbar geworden.

Sämtliche Fraktionen und Einzelsprecher lobten die Vorlage, die Verhandlungen der Kantonsverwaltung und den guten Zustand der seit Jahren leerstehenden Hallen.

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