Letzten Herbst führte die Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des Regierungsrates eine Mitarbeitendenbefragung durch. 2‘848 Mitarbeitende nahmen teil, dies entspricht 64.4% der Angestellten. Die grosse Rücklaufquote trägt massgeblich zur Repräsentativität der Befragung bei.

Die Ergebnisse sind äusserst erfreulich: Die Arbeitszufriedenheit der Angestellten des Kantons Solothurn liegt bei hohen 4.1 auf einer Skala bis 5. Ein hoher Wert, welcher auch bei einem schweizweiten Vergleich überzeugt:  Das repräsentative HR Barometer 2018 der Schweizer Beschäftigten weist bei 20% der Befragten eine progressive Zufriedenheit aus. Dies bedeutet, dass 20% der Befragten mit ihrer Arbeit zufrieden sind, dass sie gleichzeitig weitere Verbesserungen und damit Veränderungen unterstützten würden. Im Kanton Solothurn liegt dieser Wert bei hohen 42%.

Deshalb ist der Kanton Solothurn als Arbeitgeber attraktiv

83% der Mitarbeitenden bereitet ihre Arbeit Freude, sie geben an, eine sinnvolle sowie vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeit auszuführen. Zudem können sie ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen. Sie schätzen die Zusammenarbeit im Team und die gegenseitige Unterstützung und bewerten die Führung positiv.  Dem Kanton Solothurn wird als Arbeitgeber eine hohe Attraktivität bescheinigt und dies weitgehend unabhängig von Alter, Geschlecht und Lohnklasse.

Geschätzt wird insbesondere, dass der Kanton Solothurn einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Über zwei Drittel der Befragten sind stolz darauf für den Kanton Solothurn zu arbeiten.

Der Kanton Solothurn wird zudem als familienfreundlicher Arbeitgeber wahrgenommen. Mehr als zwei Drittel fühlen sich von den direkten Vorgesetzten bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen unterstützt, um Beruf und Familie zu vereinbaren. 

Hier gibt es Entwicklungspotential

Die allgemeine Lohnzufriedenheit liegt im mittleren Bereich und schneidet im Vergleich etwas schlechter ab. Positiv wird die Transparenz des Lohnsystems beurteilt, eher kritisch die Entlöhnung im Vergleich zu anderen Arbeitgebern. Frauen bewerten die Lohntransparenz, die Lohngerechtigkeit sowie den angemessenen Lohn für die erbrachte Leistung schlechter als die Männer. Eine bereits vorgängig geplante Lohngleichheitsüberprüfung wird hier bis Ende Jahr weiteren Aufschluss über die Gerechtigkeit im Lohnsystem geben.

Auch die Entwicklungsmöglichkeiten erhalten insgesamt eine etwas kritischere Beurteilung und es zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede nach Geschlecht, Altersgruppen und Lohnklassen. Frauen stimmen zwar häufiger als Männer der Aussage zu, ihre Arbeitsmarktfähigkeit erhalten können. Bei der Einschätzung der Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierechancen stimmen Frauen jedoch in geringerem Masse zu als ihre männlichen Kollegen. (mgt)