Corona

Der Kanton Solothurn führt ID-Pflicht für Bars und Clubs ein

Der Kanton Solothurn will mit einer Ausweispflicht für Bar- und Clubbesucher die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. (Symolbild)

Der Kanton Solothurn will mit einer Ausweispflicht für Bar- und Clubbesucher die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. (Symolbild)

Ab 3. Juli 2020 müssen Bars und Clubs neu die Korrektheit der Kontaktangaben ihrer Besucherinnen und Besucher überprüfen. Diese Änderung ist aufgrund der steigenden Infektionszahlen sowie der Erfahrungen aus anderen Kantonen zwingend erforderlich.

Sie droht aus dem Ruder zu laufen, die Entwicklung in Bars und Clubs. Und dem will der Kanton Solothurn Einhalt gebieten. «Bei den Regeln für den Besuch von Bars und Clubs ordnet der Kanton Solothurn per Freitag, 3.Juli die Pflicht an, die Identitätskarte vorzuweisen und die Mobilnummer zu überprüfen», sagt Susanne Schaffner. Denn: «Die Lage ist nach wie vor ernst», so die Gesundheitsdirektorin.

Die Betreibenden von Clubs und Bars, sind also neu verpflichtet, die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher vor Einlass in das jeweilige Lokal zu erheben und die betreffenden Angaben auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, heisst es in einer Medienmitteilung. 

Der kantonsärztliche Dienst hat am Donnerstag eine entsprechende Kontrollpflicht für Bar- und Clubbetriebe im Kanton Solothurn verfügt, in denen die Konsumation stehend erfolgt. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass in Olten eine nachträglich getestete Person übers Wochenende verschiedene Bars und Restaurants in Olten besucht hat.

Dies mit der Folge, dass der Kantonsärztliche Dienst in der Zwischenzeit für über 300 Personen Quarantäne angeordnet hat und am Kantonsspital ein zusätzliches Testzentrum eingerichtet wurde. 

Bisher mussten Präsenzlisten nur dann geführt werden, wenn die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden konnten. Eine Überprüfung der Korrektheit der Kontaktangaben war zwar erwünscht, aber bisher nicht vorgeschrieben.

Das Contact-Tracing-Team hat bisher gute Erfahrungen mit diesem Vorgehen gemacht und ist bei den Clubs und Bars sowie den Besuchenden auf viel Kooperationsbereitschaft gestossen. Die aktuell steigenden Infektionsraten sowie die Erfahrung aus anderen Kantonen erfordern aber zusätzliche Vorsichtsmassnahmen. (sks/bbr.)

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