Jahr für Jahr werden schweizweit über entsprechende Berufsverordnungen neue Berufe eingeführt. Diese Berufe sind Ausdruck einer sicher verändernden Gesellschaft und Wirtschaft. Die Entwicklung des Lehrstellenangebots hält damit aber nicht immer Schritt. Im Auftrag des Amts für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen leistet deshalb bereits seit einigen Jahren das Lehrstellenmarketing des kantonalen Gewerbeverbands bei potenziellen Lehrbetrieben Überzeugungsarbeit. «Wir richten ganz bewusst unseren Fokus auf neue Berufe und wollen damit den Schülern eine breitere Auswahlpalette bieten», sagt Rudolf Zimmerli, Leiter der Abteilung Berufslehren. Er ist sich dabei bewusst, dass es derzeit genügend Lehrstellen gibt.

Mittels eines aktuellen Leistungsauftrags hat Thomas Jenni, der Nachfolger von Urs Schmid als Projektleiter Berufsbildung/Lehrstellenmarketing, die Aufgabe, das Lehrstellenangebot in sieben Berufen zu erhöhen. Bei diesen Berufen handelt es sich entweder um boomende Branchen, so Zimmerli. Oder auch um Berufsfelder, wo es künftig eine grosse Zahl von Fachkräften brauchen wird. Für Informatiker und Mediamatiker gibt es bereits heute eine ganze Reihe von Lehrstellen. In anderen unten angeführten Berufen sind es erst ganz wenige oder gar keine.