Marti Recyclingcenter
Der Fragebogen zum geplanten Recyclingcenter wirft Fragen auf

Die öffentliche Mitwirkung zum geplanten Recyclingcenter in Bellach wird rege genutzt. Rund 600 Personen gaben ihren Fragebogen ab. Doch nun stellte sich im Gemeinderat die Frage wie die Bögen ausgewertet werden sollen. Dazu gab es drei Varianten.

Urs Byland
Merken
Drucken
Teilen
Marti Recycling Center Bellach

Marti Recycling Center Bellach

Zur Verfügung gestellt

Was passiert mit den Fragen des Fragebogens zur öffentlichen Mitwirkung Marti Recycling Center? Diese Frage musste der Gemeinderat von Bellach an seiner Sitzung beantworten. Der Gemeindepräsident Anton Probst hatte ja eigenmächtig zu den drei vom Gemeinderat genehmigten Fragen sechs weitere Fragen im Fragebogen aufgenommen. Dafür wurde er gerügt.
Probst berichtete nun dem Gemeinderat, dass insgesamt 584 Fragebogen abgegeben wurden. Die Einwohnerzahl Bellachs beträgt 5223. «Ich bin positiv überrascht, wie stark der Bemerkungsteil benutzt wurde», ergänzte er.

Zur Verfügung gestellt

Nun musste der Gemeinderat entscheiden, will er nur die drei von ihm selber abgesegneten Fragen (7-9) mit Ja- und Nein-Antworten auswerten lassen, sowie die Bemerkungen im Textfeld nach der Frage 9? Oder will er alle Fragen (1-9) auswerten lassen mit allen Bemerkungen? Das wäre Variante 2. Oder neigt der Gemeinderat zu Variante 3, das heisst nur die Fragen 7-9 und alle textlichen Bemerkungen auswerten lassen?

Diskutiert wurde wenig. Felix Glatz-Böni (Grüne) sprach sich für Variante 3 aus. Beat Späti (FDP) wollte das ganze Paket auswerten lassen. «Die Leute wussten sehr wohl, was sie ausfüllten.» Und Erika Biberstein (SP) sprach sich wiederum für Variante 3 aus. In der Abstimmung erhielt Variante 1 eine Stimme (1 CVP). Variante 2 kam auf 7 Stimmen (6 FDP, 1 CVP) und Variante 3 auf 5 Stimmen (2 SP, 1 Grüne, 2 SVP). Variante 2 schwang obenaus. Ausgewertet werden alle Fragen und Bemerkungen.

Am 6. März wird die Spezialkommission Ortsplanungs-Revision die Auswertung vom Planungsbüro erhalten und zuhanden des Gemeinderates für die Sitzung am 26. März verabschieden.