Solothurner Spitäler AG

Der ehemalige Ärztliche Direktor fechtet den «Fristlosen» an

Es kam ohne Vorankündigung und von einem Moment auf den andern: der Abgang von Volker Maier, seit Anfang 2020 Ärztlicher Direktor der Solothurner Spitäler AG (soH).

Es kam ohne Vorankündigung und von einem Moment auf den andern: der Abgang von Volker Maier, seit Anfang 2020 Ärztlicher Direktor der Solothurner Spitäler AG (soH).

Volker Maier, der ehemalige Ärztliche Direktor der Solothurner Spitäler AG, führt Beschwerde gegen die fristlose Kündigung.

Der Fall des Ärztlichen Direktors der Solothurner Spitäler AG (soH), der seinen Posten Ende April Knall auf Fall verliess, hatte vor zwei Wochen eine neue Wendung genommen. «Per sofort bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses freigestellt», lautete die offizielle Diktion von Regierung und soH bis dahin zur Causa Volker Maier. Bis das Unternehmen das Arbeitsverhältnis mit seinem obersten Mediziner «aufgrund neuer Erkenntnisse mit sofortiger Wirkung beendete.»

Nach Aussage von Verwaltungsratspräsidentin Verena Diener war der Grund dafür das Verhalten von Maier. Dabei geht es insbesondere um eine «von ihm angeblich durchgeführten Studie, welche mit den ethischen, rechtlichen und professionellen Standards der soH unvereinbar ist», wie sie am Rande der Präsentation des Geschäftsberichts 2019 sagte. Damals war das Kündigungsverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Weitere Auskünfte gab Diener mit Rücksicht darauf sowie mit Verweis auf die arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht und den Schutz der Persönlichkeit nicht.

Und nun? Es dürfte dauern, bis die Kündigung in Rechtskraft erwächst. Wie soH-Kommunikationsleiter Oliver Schneider auf Anfrage sagt, hat Volker Maier gegen die fristlose Kündigung Beschwerde erhoben. «Das Verfahren steht am Anfang und läuft. Wir halten an unserem Standpunkt fest, dass unsere fristlose Kündigung gerechtfertigt ist», betont Schneider. Gefordert ist nun der Regierungsrat, der erste Beschwerdeinstanz ist, bevor der Fall mutmasslich den gerichtlichen Weg nehmen wird.

Auf die Frage, ob auch ein Strafverfahren laufe beziehungsweise ob die soH Anzeige erstattet habe, führt Schneider aus, das Unternehmen habe keine Kenntnis von einem laufenden Strafverfahren und selber zum aktuellen Zeitpunkt keine Strafanzeige erstattet. Ebenso wurde die Standesorganisation laut Schneider nicht über den Vorgang informiert.

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Balz Bruder

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