Kanton Solothurn
Der Detailhandel, ein Profiteur der Coronakrise? Nicht überall gibts volle Kassen

Aus der Ferne scheint es dem Detailhandel wunderbar zu gehen. Als eine der wenigen Branchen scheint er keine Einbussen zu erleiden. Trotz Corona. Schaut man genauer hin, zeigt sich: Manche leiden, während andere florieren.

Sébastian Lavoyer
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Die Konsumlust ist ungebremst. Es wird weiter eingekauft. Trotzdem trifft es gewisse Händler hart.

Die Konsumlust ist ungebremst. Es wird weiter eingekauft. Trotzdem trifft es gewisse Händler hart.

Hanspeter Bärtschi

Die Sterne sind dem Detailhandel hold in diesem Seuchenjahr. So mag es wenigstens für Aussenstehende wirken. Von den neusten Einschränkungen ist er nicht betroffen. Während vielerorts die Umsätze schrumpfen, resultierte für den Detailhandel von Januar bis September eine schwarze Null. Trotz Lockdown, der – ganz nebenbei – auch in dieser Branche nicht alle in gleichem Mass traf.

Was sich verändert hat? Die Frequentierung der Läden hat abgenommen, dafür sind die Einkaufstaschen grösser geworden. Und auch der Onlinehandel profitierte. Wenigstens die grossen Plattformen.

So divers der Detailhandel – eine Metzgerei fällt genauso darunter wie eine Bijouterie –, so unterschiedlich wirkte sich die Krise aus. Der Lebensmittelhandel profitierte von geschlossenen Restaurants und Grenzen. Quartierläden von der reduzierten Mobilität und Homeoffice. Dagegen litt der Mode-Bereich, und auch das Segment Kosmetik darbt.

Aber die Geschäfte dürfen geöffnet bleiben. Das sind gute News. Denn, so Dagmar Jenni, Geschäftsführerin des Branchenverbands Swiss Retail: «Jede Woche Lockdown um die Weihnachtszeit bedeutet circa 800 Millionen Franken Verlust für den Detailhandel.»

Wir blicken zurück und nach vorn mit fünf Betrieben aus dem Kanton.

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