Bischofsjass

Der Bischof und seine Leute besiegen die Regierung

Bischof Felix Gmür und Domherr Peter Schmid bleibt nur das Staunen: Landammann Peter Gomm und Regierungsrat Roland Fürst haben gerade einen «Matsch» gemacht.

Bischof Felix Gmür und Domherr Peter Schmid bleibt nur das Staunen: Landammann Peter Gomm und Regierungsrat Roland Fürst haben gerade einen «Matsch» gemacht.

Der traditionelle Bischofsjass zwischen den Vertretern der Diözese Basel und der Solothurner Regierung hat zum zweiten Mal in Folge mit einem Sieg der Kirchenleute geendet. Die Mannen von Bischof Felix Gmür siegten am Dienstagabend knapp mit 5:4.

Zum traditionellen « Bischofsjass » kamen am Dienstagabend Vertreter des Bistums Basel um Bischof Felix Gmür und der Solothurner Gesamtregierungsrat unter Landammann Peter Gomm im Rathauskeller zusammen.

Die Partie endete wie im vergangenen Jahr «mit einem knappen, aber verdienten Sieg der Bistumsvertreter», schreibt der Kanton Solothurn auf seiner Internetseite. Im nächsten Jahr will der Regierungsrat verhindern, dass es zu einem bischöflichen Hattrick kommt.

Der Jass wurde in den Sechzigerjahren vom damaligen Regierungsrat Willi Ritschard und seinem Dienstkollegen, Bischof Anton Hänggi - zusammen mit Staatsschreiber Alfred Rötheli - ins Leben gerufen. Seither trafen sich Regierung und Geistlichkeit in unregelmässigen Abständen zu einem Gedankenaustausch mit Jasspartie.

Nach Verstimmungen wurde der Jass unter Gmürs Vorgänger, dem heutigen Kardinal Kurt Koch, ausgesetzt. Seit 2012 wird er wieder durchgeführt. Seither gewann einmal die Regierung - und einmal der Bischof. (szr)

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