Kurhaus
Der Berner Gurten-Pavillon ist das Vorbild für den Weissenstein

«Wir nahmen den Gurten als Referenz», sagt Kurhaus-Mitbesitzer Tom Umiker bei der Präsentation des neuen Kurhauses. Die Berner bestätigen: Die Solothurner Investoren hätten ein paar Mal auf dem «Güsche» vorbei geschaut.

Fränzi Zwahlen-Saner
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zvg

«Ja, wir wissen schon, was da in Solothurn auf dem Weissenstein geplant ist», sagt Ingrid Walker, Leiterin Events und Marketing des «Gurten – Park im Grünen», der Betreibergesellschaft auf dem Berner Hausberg mit all seinen Aktivitäten. Die Solothurner Investoren seien auch ein paarmal bei ihnen auf dem «Güsche» vorbeigekommen und hätten sich informiert.

Das bestätigte auch Kurhaus-Weissenstein-Mitbesitzer Tom Umiker diese Woche bei der Präsentation der neuen Pläne für den Solothurner Hausberg. Wie erfolgreich wirtschaftet man denn nun im seit Juli 2014 in Betrieb stehenden «Pavillon», einem modernen Glasbau? «Wir können ja noch auf keine allzu lange Betriebsdauer zurückblicken», meint Walker, «doch sind wir insgesamt sehr, sehr zufrieden.»

Platz für 500 Personen

Sie sagt über den Betrieb: «Der Pavillon kann bis zu 500 Personen Raum bieten, doch durchschnittlich sind unsere Abende von rund 120 Personen besucht.» Gut sei, sagt die Marketingleiterin, dass der Raum mittels Vorhang in zwei Teile gegliedert werden könne. «So kann beispielsweise in einem Teil ein Referat abgehalten und im anderen der anschliessende Apéro durchgeführt werden.» Man habe bis heute die verschiedensten Anlässe im Pavillon durchführen können. «Natürlich vorwiegend an Wochenenden Hochzeiten oder andere Familienfeiern. Die Wochen hindurch dann Seminare, Symposien – einfach die ganze Bandbreite von Events, in der Regel von Firmen.»

Jeden Sonntag allerdings ist der Pavillon für einen Sonntagsbrunch, bei dem jedermann dabei sein kann, reserviert. «Allerdings», so Walker, «haben wir momentan eine rund viermonatige Warteliste.»

Was denn nun das Erfolgsrezept für die so bemerkenswerte Auslastung des Pavillons sei, ob die moderne Architektur oder die tolle Aussicht, dazu kann Ingrid Walker keine konkreten Angaben machen. «Ich glaube, es ist das Gesamtpaket, welches wir anbieten können.

Das zweckmässige, moderne Gebäude mit Aussenplätzen neben dem historischen Gurten-Hotel, die schöne Aussicht, die verschiedenen Möglichkeiten der Freizeitbetätigung auf dem Gurten selbst und natürlich die sehr gute Erreichbarkeit. In wenigen Minuten sind Sie mit der Gurtenbahn hier oben.» Alles Attribute, die auch auf dem Weissenstein zum Tragen kommen könnten.

Das Vorhaben der Solothurner Investoren beachten die Berner nicht als Konkurrenz. «Die Stadt Bern und ihre Umgebung bietet ausreichend Potenzial, dass wir weiterhin erfolgreich wirtschaften können.» Ingrid Walker glaubt auch, dass Firmen, die mit einem Ort für ihre Events zufrieden gewesen seien, nicht sofort wieder die Location wechseln würden. «Wir sehen es eher als Ehre an, wenn andere Investoren unser Konzept als Vorbild nehmen.» Man sei in Bern auch sehr gespannt, wie es auf dem Weissenstein weitergehe, betont Walker.

Der Gurten-Pavillon wurde von der Stiftung «Gurten – Park im Grünen» gebaut, die seit 1999 ein Projekt des Migros-Kulturprozents ist. Die Baukosten für den Pavillon alleine beliefen sich auf 4,9 Mio. Franken.