Biodiversität
Der Bauernverband ist gegen Kürzung der Beiträge

Der Solothurnische Bauernverband spricht sich gegen die Kürzung der Biodiversitätsbeiträge aus.

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Die Biodiversität wird momentan vom Bund mit Beiträgen an Bauern unterstützt. Jetzt sollen die Beiträge gekürzt werden

Die Biodiversität wird momentan vom Bund mit Beiträgen an Bauern unterstützt. Jetzt sollen die Beiträge gekürzt werden

Sophie Rüesch

Das Bundesamt für Landwirtschaft schlägt vor, die Biodiversitätsbeiträge der Qualitätsstufe I erneut zu kürzen und die freiwerdenden Gelder der Qualitätsstufe II zuzuführen; dies nachdem der Bundesrat schon 2016 Begrenzungsmassnahmen eingeführt hat. Der Vorstand des Solothurnischen Bauernverbandes (SOBV) lehnt dieses Ansinnen ab.

Nicht jeder Bodentyp und nicht jede Exposition der Bewirtschaftungsflächen führe kurz- und mittelfristig auch bei angepasster ökologischer Bewirtschaftung dazu, dass die Qualitätsziele der zweiten Stufe erreicht werden können, heisst es in einer Mitteilung.

Ebenso ist der Verband nicht einverstanden, dass bei Hochstammfeldobstbäumen der Qualitätsstufe I eine Pflegepflicht eingeführt wird und das notabene bei einem gleichbleibenden Beitrag von 13.50 Franken pro Baum und Jahr. Der SOBV fordert in seiner Vernehmlassung des Agrarpaketes 2017 an den Bundesrat bei den Tierwohlbeiträgen die Einführung einer neuen Kategorie «RAUS Basis».

Diese Kategorie soll weniger hohe Anforderungen bezüglich Fläche und täglicher Weidedauer, dafür auch einen reduzierten Beitrag von rund 120 Franken pro Grossvieheinheit (GVE) und Jahr haben. Auf der anderen Seite soll das bisherige Programm «RAUS Weide» von den Auflagen her nicht zusätzlich verschärft, aber mit einem etwas höheren Beitrag (240 Franken) abgegolten werden.

Der Verband sieht eine zweite Kategorie «Basis» als nötig, damit beispielsweise die Melkroboterbetriebe einen Anreiz und eine Möglichkeit haben, ihre Tiere weiterhin auf die Weide zu treiben und ihnen somit ein zusätzliches Tierwohl zu ermöglichen. (MGT)

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