Mit den Denkmalen thematisiert das Solothurner Kulturprojekt «Verschiebungen 18/18» die wirtschaftliche Not, die ein wichtiger Auslöser des Landesstreiks vom November 1918 war. Über die schwierige Versorgungslage und Armut berichteten die solothurnischen Zeitungen von 1914 bis 1918 fast täglich.

Hohe Lebenskosten, Teuerung und Wucher waren brennende Themen. Frauen trugen die schwierigen Lebensbedingungen mit: Sie übernahmen die Arbeit der zum Wehrdienst eingezogenen Männer. Die überlebensgrossen Denkmale, die auf die vielfältigen Leistungen der Solothurnerinnen aufmerksam machen, sind drei Arbeiterinnen gewidmet.

Sie haben ihr Leben am 30. September 1915 in der Kammfabrik Mümliswil bei einer Explosion verloren. Bis Mitte September stehen die Denkmale im Norden des Kantons.

Danach ziehen sie in Richtung Olten, Gösgen, Gäu, bevor sie in Solothurn, Grenchen und Umgebung gezeigt werden. Die genauen Standorte werden laufend auf www.dasdenkmal.ch publiziert. (szr)