Delegiertenversammlung
Ohne Diskussion: CVP Kanton Solothurn heisst ab 1. Januar 2022 «die Mitte»

Ohne Gegenstimme - sogar ohne Diskussion im Vorfeld - vollzog am Donnerstagabend auch die CVP Kanton Solothurn den Namenswechsel. Dieser soll zu einem «Turnaround» beitragen.

Noëlle Karpf
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56 der 58 Anwesenden stimmten für den Namenswechsel.

56 der 58 Anwesenden stimmten für den Namenswechsel.

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Es war eine kurze, klare Sache: Am Donnerstagabend beschloss die CVP Kanton Solothurn, was die Schweizer Mutterpartei vorgemacht hat: Ab 1. Januar 2022 heisst auch die hiesige Kantonalpartei «Die Mitte».

Wenig überraschend – schon im Vorfeld war bekannt, dass sich auch die Parteispitze für den neuen Namen ausspricht. Und eine Umfrage bei der Parteibasis hat gezeigt, dass knapp 80 Prozent den Wechsel stützen. Ein Wechsel, der laut Stefan Müller-Altermatt, Präsident ad interim, zum «Turnaround» beitragen soll – seit 1979 gehe es mit dem Wähleranteil der CVP bachab. Die Mitte wanke, sie werde immer schmäler – «wenn wir nicht etwas dagegen tun».

Ein Schritt in diese Richtung soll der Entscheid vom Donnerstag sein, den die 58 anwesenden Delegierten in Oensingen fällten. Eine Rednerliste war vorbereitet, Zeit für eine Diskussion vor der Abstimmung eingeplant worden. Dazu kam es gar nicht – von den Anwesenden wünschte niemand das Wort. Bei nur einer Gegenstimme sowie einer Enthaltung wurde der Namenswechsel vollzogen.

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