Stüdi zieht das Urteil des Solothurner Verwaltungsgerichts ans Bundesgericht weiter und der Kanton Solothurn hat seinerseits Beschwerde erhoben.

Dies bestätigt auf Anfrage Franz Fürst, Chef des kantonalen Amtes für Legistik und Justiz. Landwirt Stüdi ist nicht zufrieden damit, dass ihm das Verwaltungsgericht lediglich teilweise recht gegeben und seine Schadenersatzforderung von über 668 000 Franken nur zu einem Drittel bestätigt hat (wir berichteten).

Demnach müssten die Gemeinde Deitingen und der Kanton Solothurn je rund 105 000 Franken an Stüdi bezahlen, umgekehrt wurden diesem zwei Drittel der Verfahrenskosten, also 44 000 Franken, aufgebrummt. Dies, weil er mit seiner Schadenersatzforderung zu nur einem Drittel durchgedrungen ist. Beide Seiten - Stüdi wie der Kanton - hoffen nun, dass das Bundesgericht in letzter Instanz zu ihren Gunsten entscheiden wird.

Der Kanton hofft nicht nur darauf, die Schadenersatzsumme zu minimieren. Gegenüber dieser Zeitung erklärte Amtschef Franz Fürst, dass der Kanton in dieser Sache eine «grundsätzliche Rechtsfrage höchstrichterlich entschieden haben will». Je nachdem wie dieser Entscheid ausfalle, so Fürst, «entfällt die Haftung».

Heute Mittwochabend befindet auch noch der Gemeinderat Deitingen darüber, ob er den Gang nach «Lausanne» ebenfalls beschreiten will. (ums.)