Wirtschaft

Das war ein schwacher Juli für die Solothurner Exportindustrie

Die Exporte bei den Präzisionsinstrumenten, Uhren und Bijouterie sanken um 6,6 Prozent.

Die Exporte bei den Präzisionsinstrumenten, Uhren und Bijouterie sanken um 6,6 Prozent.

Das Auf und Ab geht für die Solothurner Exportfirmen im bisherigen Jahresverlauf weiter. Nach einer starken Zunahme der Verkäufe ins Ausland im Vormonat sind die Ausfuhren im Juli wieder geschrumpft.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug das Minus 3,7 Prozent, wie Christian Hunziker, Ökonom und stellvertretender Direktor der Solothurner Handelskammer, auf Anfrage erklärt. Sein Datenmaterial basiert auf den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung. Landesweit sind die Exporte im Juli um 4,3 Prozent gestiegen.

Sehr unterschiedlich haben sich die Branchen entwickelt. Die Metallindustrie konnte im Juli ihre Ausfuhren um 5 Prozent steigern. Dagegen sanken die Verkäufe ins Ausland für die Warengruppen «Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie» und «Maschinen, Apparate, Elektronik» um 6,6 respektive 8,4 Prozent. Hunziker spricht von «einem überraschenden Rückgang bei der Präzisionsindustrie»; dies, weil deren Verkäufe sich seit Jahresbeginn stetig erhöhten.

Dagegen sei der Rückgang in der Maschinenindustrie aufgrund der Resultate in den Vormonaten im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Aufgeschlüsselt nach geografischen Regionen zeigt sich, dass die Solothurner Exporte im Juli mit Ausnahme von Asien (plus 0,4 Prozent) in alle Absatzmärkte rückläufig waren.

Kumuliert sind die Exporte in den ersten sieben Monaten aber immer noch höher als im Vorjahr. Insgesamt erhöhten sich die Ausfuhren um 2,1 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Anteil von 2,4 Prozent aller Schweizer Exporte. (fs)

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