Das Seil der Gondelbahn Weissenstein wird gespleisst

Das Seil der Gondelbahn Weissenstein wird gespleisst

Um es gleich vorwegzunehmen: Mit der Gondelbahn auf den Weissenstein ist alles in Ordnung – selbst wenn sich derzeit eine Reihe von Spezialisten am Stahlseil zu schaffen machen. Wie bei jeder neuen Seilbahn hat sich auch bei der Bahn auf den Solothurner Hausberg das Stahlseil gedehnt. Die Hydraulikanlage in der Talstation, die für die nötige Spannung des Seils besorgt ist, kann eine gewisse Dehnung ausgleichen.

Jetzt aber ist der Spielraum ausgereizt – und deshalb sind seit Montag Vertreter der Herstellerfirma Teufelberger aus dem österreichischen Wels damit beschäftigt, das Stahlseil zu kürzen. Die Arbeiten werden noch bis und mit Donnerstag, 24. März, dauern. Bis am Mittwoch blieb auch die Passstrasse auf der Südseite geschlossen. Am kommenden Wochenende (19./20. März) verkehrt die Seilbahn regulär – und dann wieder ab Karfreitag, 25. März.

Knapp sechs Meter kürzer

Die Gondeli hängen an zwei verschiedenen Seilen. 3400 Meter misst das Stahlseil von der Talstation in Oberdorf bis zur Mittelstation Nesselboden und wieder zurück. Insgesamt 1400 Meter lang ist das Seil zwischen der Mittel- und der Bergstation.

In den letzten Tagen ist das längere Stahlseil um 5,9 Meter kürzer geworden. Nächste Woche wird ein Teil des zweiten Seils herausgeschnitten. Eine komplizierte «Operation» freilich, welche die Spezialisten aus Österreich mit der tatkräftigen Hilfe von Mitarbeitenden der Seilbahn Weissenstein AG sowie weitere Firmen nach allen Regeln der Kunst durchführen.

«Zuerst einmal muss das Stahlseil auf einem längeren Teilstück aus der Verankerung gehoben werden», erläutert Konrad Stuber, Geschäftsführer der Seilbahn Weissenstein AG. Nämlich dort, wo die beiden Seilenden zusammengeschweisst sind.

Man spreche dabei von der «Spleissstelle», so Stuber. Diese Spleissstelle misst rund 50 Meter. Um das Seil zu kürzen, muss die Spleissstelle zunächst «aufgedröselt» werden, dann wird das erforderliche Stück herausgeschnitten – und schliesslich werden die Enden neu «gespleisst». Eine ähnlich aufwendig Aktion wird gemäss Konrad Stuber künftig nicht mehr nötig sein.