Militär
Das Solothurner Bataillon «Öufi» zeigt sein Können

Derzeit leisten 735 Solothurner in Walenstadt ihren Militärdienst. Mit Philipp Gerster, Oberstleutnant im Generalstab, befehligt ein Solothurner das traditionsreiche Infanteriebataillon 11.

Silvia Rietz
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Besuchstag beim Solothurner Infanteriebataillon 11 in Walenstadt Divisionär Hans-Peter Walser (links) und Philipp Gerster, Kommandat des «Öufi».
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 Die Ausrüstung der Truppe stösst auf grosses Interesse.
Zwei Thaler: Kommandant Philipp Gerster (links) und Nationalrat Stefan Müller-Altermatt.
Infanteriebataillon 11
 Mitglieder des «Öufi» nach der Präsentation.

Besuchstag beim Solothurner Infanteriebataillon 11 in Walenstadt Divisionär Hans-Peter Walser (links) und Philipp Gerster, Kommandat des «Öufi».

Pascal Isler

Dass der «Vaterlandsdienst» junge Männer und Frauen noch immer zu faszinieren vermag, davon konnten sich Besucher der Kaserne und des Gefechtsausbildungszentrum Walenstadt überzeugen. Divisionär Hans-Peter Walser, Kommandant Territorialdivision 2, lobte denn auch das Solothurner Infanteriebataillon 11 und dessen neuen Kommandanten Philipp Gerster: «Das geschichtsträchtige Infanteriebataillon 11 bildet zusammen mit sechs weiteren Truppenkörpern die Territorialdivision 2. Jährlich absolvieren über 800 Soldaten und Kader ihren Dienst im ‹Öufi› und bilden so das Rückgrat der Schweizer Infanterie. Die Truppe ist leistungsstark und von Teamgeist getragen. Wir schätzen die Solothurner.»

Mit dem 1980 geborenen Aedermanndörfer Philipp Gerster befehligt ein Solothurner die Soldaten und Kader. Anschaulich skizzierte er den Auftrag, den die Armee mit der Friedensförderung, dem Unterstützen ziviler Behörden und der Kernkompetenz Landesverteidigung erfüllt. Die Aufgaben reichen von Hilfseinsätzen bei Hochwasser über Personenkontrollen bei Sicherungseinsätzen (WEF) bis zur Verteidigung bei Angriffen auf das Land. «Im Katastrophenfall ist das «Öufi» innert kürzester Zeit bereit. Kommt die Infanterie zum Einsatz, geht es darum, den Gegner präzise, mit möglichst geringem Kollateralschaden zu neutralisieren», erklärte er. Mit Demonstrationen der Gefechtsausbildung in einer der weltweit modernsten Simulationsanlagen sowie Übungen in den Ortskampfanlagen und dem Gefechtsausbildungszentrum zeigten die Soldaten vom Jurasüdfuss, was sie drauf haben.