«Bilanz-Ranking»
Das sind die reichsten Solothurner des Jahres 2016

Die reichsten Schweizer besitzen zusammen 613 Milliarden Franken. Das sind 18,6 Milliarden mehr als letztes Jahr. Unter den 300 Reichsten des Landes führt die «Bilanz» auch dieses Jahr wieder Unternehmerfamilie Mathys und Sanierer Ernst Thomke auf.

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Hugo Mathys (links) und Ernst Thomke teilen sich die beiden von der «Bilanz» vergebenen Ränge im Kanton Solothurn.

Hugo Mathys (links) und Ernst Thomke teilen sich die beiden von der «Bilanz» vergebenen Ränge im Kanton Solothurn.

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Millionenschwere Unternehmer werden vom Kanton Solothurn nicht gerade angezogen. Dies zeigt einmal mehr der Blick auf das diesjährige Ranking der reichsten Schweizerinnen und Schweizer, das heute Freitag vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» veröffentlicht wurde. Nur gerade zwei Ränge hat das Magazin an Unternehmer im Kanton Solothurn verliehen.

Familie Mathys unangefochten an der Spitze

Wie in den vergangenen Jahren, führt auch 2016 wieder Unternehmerfamilie Mathys das Kantonsranking an. Auf 1,5 bis 2 Milliarden Franken schätzt die «Bilanz» das Vermögen der Familie Mathys, die ihre Brötchen mit dem gleichnamigen Medizinaltechnikunternehmen in Bettlach verdienen.

Unternehmer Hugo Mathys ist laut «Bilanz» der reichste Solothurner 2016.

Unternehmer Hugo Mathys ist laut «Bilanz» der reichste Solothurner 2016.

Das Solothurner Unternehmen besitzt weltweit elf Tochtergesellschaften. Mit CEO und Präisdent Hugo Mathys sitzt bereits die dritte Familiengeneration im Verwaltungsrat. Zwar sei auch die Firma Mathys 2016 von der Frankenstärke und dem Preisdruck nicht verschont geblieben, schreibt die «Bilanz». Jedoch verfüge das Unternehmen über einen zweiten Produktionsstandort in Deutschland, wo ein Teil der Währungsrisiken aufgefangen werden konnte.

Auch auf dem zweiten Platz gab es gegenüber letztem Jahr keine Überraschung. Mit einem unveränderten Vermögen von schätzungsweise 200 bis 250 Millionen Franken führt die «Bilanz» hier Ernst Thomke auf.

Ernst Thomke im Umfeld seines Hauses im solothurnischen Grenchen.

Ernst Thomke im Umfeld seines Hauses im solothurnischen Grenchen.

Mario Heller

Der 77-Jährige betätigt sich bis heute als Sanierer, nun aber im Bergbahngeschäft. So ist er an den Bergbahnen Engstligenalp und den Tschentenbahnen in Adelboden beteiligt und hat diesen einen ordentlichen Sparkurs verordnet. Mit seinem Unternehmen Metalor Dental setzt Thomke auf Zahnersatz aus Vollkeramik statt Titan – ein Markt, der insbesonders in den USA derzeit stark wächst. (luk)