Nach den letzten Wochen sollten auch die letzten Zweifel ausgeräumt sein: Der Frühling ist da. Die Tage werden länger und die Temperaturen klettern immer öfter in die Höhe. Davon profitieren auch die Beizen, Cafés und Restaurants im Kanton. Denn dank dem sonnigen und vor allem warmen Frühlingswetter füllen sich die Terrassen der Betriebe schon seit Mitte März immer mehr.

Wie jedes Jahr eröffnete das Hotel und Restaurant Passage in Grenchen bald nach dem Ende der Fasnacht seine Terrasse. So konnte das Restaurant dieses Jahr stark vom rund zwei Wochen verfrühten Frühlingsbeginn profitieren. «Dank dem schönen Wetter ist die Terrasse sehr gut besetzt und läuft deutlich besser als im Vorjahr», meint Direktor Antonio Gonzales.

«Die Glacé-Saison hat begonnen»

Auch in der Wirtschaft «zum grüene Aff» in Selzach freut man sich über das schöne Frühlingswetter, da dieses mehr Gäste in den Betrieb bringt. «Bei schönem Wetter sind die Tische draussen wirklich gut besetzt», meint die Wirtin Priska Kilchenmann.

Dass der Frühling begonnen hat, bemerke man auch an den Bestellungen der Gäste. «Besonders am Nachmittag werden hauptsächlich Coupes oder gekühlte Getränke konsumiert, während Bestellungen für Kaffees und Tees eher weniger werden», so Kilchenmann.

Ähnliches beobachtet man in den Restaurants der Hotel Balsthal AG. «Die Glacé-Saison hat eindeutig begonnen», stellt Rezeptionistin Vanessa Bader fest. So seien die Terrassenplätze des Restaurants Kornhaus und des Landgasthofs Kreuz eigentlich immer gut besetzt.

«Zumindest solange es draussen noch warm ist», ergänzt Bader. Ein wenig verhaltener zeigt man sich beim Landgasthof Kreuz in Subingen. «Wir merken durchaus, dass die Leute vermehrt draussen sitzen wollen.

Momentan verteilen sich die Gäste aber noch etwa gleichmässig auf den Innen- und Aussenbereich», meint Wirt Jürg Müller. Deutlich mehr Gäste als im Vorjahr habe man momentan jedoch nicht. «Wahrscheinlich nutzen viele die Gelegenheit, bei sich zu Hause in den Garten zu sitzen, um ihr Feierabendbier zu trinken», vermutet Müller. Ausserdem habe man eine recht grosse Terrasse, so sei es normal, dass auch bei schönem Wetter einige Plätze frei bleiben.

Auch im Frühling kenn es kühl werden

Von Zeit zu Zeit ist das Wetter auch im Frühling noch zu kühl, um es sich draussen gemütlich zu machen. Dies zeigt sich auch bei der Genossenschaft Kreuz in Solothurn. «Die Sommerbeiz und die Cafébar können stark vom schönen Frühlingswetter profitieren.

So sind bei schönem Wetter die meisten Aussenplätze besetzt. Auch die Sitzgelegenheiten auf dem ‹Aaremürli› werden rege genutzt. Wenn es gegen Abend geht und die Temperaturen abkühlen, leeren sich die Plätze draussen aber schnell», meint Felix Epper von der Genossenschaft Kreuz.
Dies beobachte man auch im Restaurant der Genossenschaft. «Bei schönem Wetter hat es immer Gäste, welche das Platzangebot draussen nahe dem Aareufer nutzen. Vielen

Gästen ist es aber noch zu kalt, um draussen zu essen. Voll ausgenutzt werden die Terrassenplätze wohl erst im Sommer», so Epper. Schliesslich bringe dieser viele Touristen und damit auch mehr Gäste für die Restaurants, sowie noch mal deutlich wärmeres Wetter mit sich.

Im Café Gryffe in Olten hat man jedoch einen Weg gefunden, es den Gästen auch bei nicht ganz so hohen Temperaturen draussen bequem zu machen. Pächter Stef Dietschi erklärt: «Wenn unsere Gäste trotz kühleren Temperaturen draussen sitzen wollen, bieten wir ihnen Decken an, welche sie sich über den Schoss legen können.»

Dieses Angebot werde auch rege, teils bis in die frühen Abendstunden, genutzt. «Viele sind es noch nicht, die so lange bleiben. Dafür ist die Terrasse, wenn am Nachmittag die Sonne scheint, immer gut besetzt. Für uns war es ein grosses Glück, dass wir den Aussenbereich dieses Jahr schon Mitte März eröffnen konnten», hebt Dietschi hervor.