Führungswechsel
Das sagt die Solothurner SVP zum Doppelrücktritt Brunner/Blocher

Das Sesselrücken in der nationalen Parteileitung der SVP bringt Veränderungen mit sich. Laut Walter Wobmann, Christian Imark und Silvio Jeker wird sich an der Politik der Partei aber nichts ändern.

Joshua Schibli
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Toni Brunner und Christoph Blocher

Toni Brunner und Christoph Blocher

Keystone

Silvio Jeker ist der Präsident der SVP Solothurn. Walter Wobmann und Christian Imark vertreten die Partei in Bern als Nationalräte. Alle drei beschreiben sie Toni Brunners Arbeit als Parteipräsident mit demselben Adjektiv: «Hervorragend». Imark spricht von einem «politischen Naturtalent».

Wobmann betont die Erfolge Brunners und Jeker dessen fantastische Arbeitsweise auch in schwierigen Zeiten, etwa nach der BDP-Abspaltung. Jeker erzählt, dass er an der Tagung dabei war, an der Brunner seinen Rücktritt bekannt gab.

Es sei für alle eine Überraschung gewesen, sagt er. «Nur seine Nächsten wussten schon vorher von der Entscheidung. Er wird eine grosse Lücke hinterlassen.» Diese Lücke werde man aber füllen können.

Auch Imark sagt: «Als Mensch wird Brunner fehlen, aber die Politik wird weitergehen.» Und Wobmann findet: «Es gibt in der SVP starke Persönlichkeiten, die die Politik der SVP weiterführen können.»

Albert Rösti, der von der Parteispitze als Nachfolger vorgeschlagen wurde, ist für Wobmann eine dieser Persönlichkeiten. Fragt man die drei Politiker nach dessen Fähigkeiten, kommen sie geradezu ins Schwärmen.

«Er ist intelligent und hat das Herz am rechten Fleck», meint Jeker. Wobmann sagt, Rösti sei eine starke Persönlichkeit und sowohl gründlich als auch ausgleichend. «Er kommt auch bei den anderen Parteien an.»

Laut Imark bringt Rösti mit seiner sehr guten Ausbildung und seiner Kompetenz alles mit, was es braucht, um ein guter Präsident zu werden.

«Erfolg gibt uns Recht»

Auch Blocher tritt zurück. Er gibt das Vize-Präsidium der SVP ab. Wobmann betont dessen wichtige Arbeit. Imark sagt, dass er sich nicht vorstellen könne, dass Blocher von der Bildfläche verschwinden werde: «Er wird die Politik auch in Zukunft nahe verfolgen, Einfluss nehmen und mit Ratschlägen zur Verfügung stehen.» Der SVP-Übervater selbst betont, dass sein Rücktritt aus der Parteileitung kein Rücktritt aus der Politik sei.

Jeker interpretiert Blochers Rücktritt folgendermassen: «Es ist eine kluge Entscheidung. So kann Rösti seine neue Arbeit unbelastet beginnen.» Schon während Brunners Amtszeit hätte es immer wieder geheissen, dieser würde nur Blocher nachplappern. «Das war damals falsch und das wäre auch bei Rösti falsch gewesen.» So werde der Vorwurf aber definitiv dementiert.

Auf den Stil der SVP werde das Sesselrücken keine Auswirkungen haben, meinen die drei Politiker. «Der Erfolg gibt uns Recht. Wir werden weitermachen wie gehabt», sagt Jecker.

Für Wobmann ist klar: «Die Politik der SVP wird weitergehen.» Und Imark findet: «Wir sind dem Volk zu Kontinuität verpflichtet und werden diese Verpflichtung einhalten.»

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