Regierungsratswahlen
Das sagen prominente Freisinnige zur Nichtwahl von Marianne Meister

Die Wahl schien schon fast sicher zu sein. Trotzdem unterlag die bürgerliche Marianne Meister den beiden linken Kandidatinnen. Das sagen prominente Freisinnige zur Nichtwahl.

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Cornelia Füeg, Olten, alt Regierungsrätin «Schuldzuweisungen an die heutige Parteileitung bringen nichts. Die muss ausbaden, was andere eingebrockt haben. Zum Beispiel jene, die ihre Mandate über zu viele Jahre besetzt hielten und so jüngere Kräfte ausgebremst haben. Interne Intrigen blieben leider ungeklärt. Was es für den Neuanfang jetzt braucht, ist ein sauberer Tisch.»
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Kuno Tschumi, Derendingen, Kantonsrat «Die FDP ist gut beraten, wenn sie ihre Kandidatenauswahl künftig nicht nur demokratisch legitimiert, sondern sie auch analytisch steuert. Das bedeutet, wir müssen eine wesentlich aktivere Personalplanung betreiben.»
Peter Hodel, Schönenwerd, Fraktionschef im Kantonsrat «Das ist für unsere Partei ein markanter Einschnitt, ich bin nicht glücklich. Aber ich bin nach wie vor überzeugt, dass Marianne Meister die richtige Kandidatin war. Es gehört jetzt mehr als nur zu unserer Pflicht, das Resultat zu analysieren. In erster Linie müssen wir diese Fehler bei uns suchen.»
Rolf Büttiker, Wolfwil, alt Ständerat «Ich bin sehr traurig. Nach dem Verlust des Ständeratssitzes 2011 jetzt schon wieder eine Majorzwahl zu verlieren, das schmerzt enorm. Gefragt ist eine sorgfältige Analyse und dann müssen daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. Dies dann allerdings ohne Wenn und Aber.»
Anita Panzer, Feldbrunnen, Kantonsrätin «Ich fühle mit Marianne und verstehe ihre Enttäuschung, sie hat wirklich alles gegeben in diesem Wahlkampf und für die Partei. Schuldzuweisungen an die Wählerinnen und Wähler oder andere Parteien sind meines Erachtens aber fehl am Platz. Weiter bringt einen immer nur der kritische Blick auf sich selber.»
Kurt Fluri, Solothurn, Nationalrat, Stadtpräsident «Ich bedaure das Resultat. Es hat mich aber nicht gross überrascht in Anbetracht der Konstellation. Das Risiko war gross, dass sich die anderen Bürgerlichen nicht mehr engagieren. Auch für eine andere FDP-Kandidatin wäre es unter diesen Umständen schwierig gewesen. Ich halte deshalb die Personaldiskussion für übergewichtet.»
Christian Wanner, Messen, alt Regierungsrat «Der Wahlausgang ist ein Desaster. Jetzt gibt es nichts anderes als zurück zu den bewährten Werten des Solothurner Volksfreisinns. Auch Arbeitnehmer und Bauern müssen sich in dieser Partei wiederfinden. Gewerbeverband und Wirtschaft sind wichtig, aber eine zu starke Fokussierung darauf ist nicht zielführend.»
Ruedi Nützi, Wolfwil, Direktor FHNW «Danke für die Anfrage. Ich nehme an der Umfrage nicht teil. Ich äussere mich gegenüber Personen und Institutionen, die sachlich und fundiert argumentieren. Sie haben im Wahlkampf nicht berichtet, sondern Wahlkampf gegen Frau Meister gemacht.»

Cornelia Füeg, Olten, alt Regierungsrätin «Schuldzuweisungen an die heutige Parteileitung bringen nichts. Die muss ausbaden, was andere eingebrockt haben. Zum Beispiel jene, die ihre Mandate über zu viele Jahre besetzt hielten und so jüngere Kräfte ausgebremst haben. Interne Intrigen blieben leider ungeklärt. Was es für den Neuanfang jetzt braucht, ist ein sauberer Tisch.»

BRUNO KISSLING