Schachen
Das sagen die Parteispitzen zur geplanten Asylunterkunft

In der Nähe der neuen Justizvollzugsanstalt (JVA) Schachen, will der Kanton Solothurn einen Neubau für eine Asylunterkunft errichten. Was halten die Parteipräsidenten davon? Wir haben nachgefragt.

Lucien Fluri
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Zur geplanten Asylunterkunft geben die Parteipräsidenten Auskunft über ihre Meinung. (Symbolbild)

Zur geplanten Asylunterkunft geben die Parteipräsidenten Auskunft über ihre Meinung. (Symbolbild)

Alex Spichale
Silvio Jeker

Silvio Jeker

Hanspeter Bärtschi

Wir wollen das Projekt nicht gleich ablehnen», sagt SVP-Parteipräsident Silvio Jeker. «Wir werden die Pläne aber sehr genau anschauen.» Ein Fragezeichen lässt Jeker bei der Frage, wie der klamme Kanton ein Projekt finanzieren soll. Positiv ist für ihn, dass zahlreiche Gemeinden entlastet werden könnten.

Franziska Roth

Franziska Roth

Felix Gerber

Für SP-Präsidentin Franziska Roth ist «in der momentanen Lage klar, dass der Kanton jede Option prüfen muss.» Während der Kanton mit den Gemeinden im Kleinen Lösungen finden müsse, solle gleichzeitig Europa Antworten auf das Leid in den Heimatländern finden.

Christian Scheuermeyer

Christian Scheuermeyer

Felix Gerber

«Irgendwo muss es sein», sagt FDP-Parteipräsident Christian Scheuermeyer. «Ob der Schachen die sinnvollste Lösung ist, kann ich jetzt noch nicht sagen.» Wichtig ist für Scheuermeyer, dass die Belastung von Flumenthal und Deitingen angeschaut wird. Dort stehe die Justizvollzugsanstalt. Ebenso soll es einen Standplatz für Fahrende geben.

Felix Wettstein

Felix Wettstein

AZ

Für Felix Wettstein, Co-Präsident der Grünen, macht es Sinn, dass der Kanton rechtzeitig nach einem Ersatz für die Fridau sucht. Für ihn ist wichtig, dass die Gemeinden einbezogen werden. Dies sei die einzige Möglichkeit, auf Ängste in der Bevölkerung zu reagieren. «Sind die Leute dann einmal da, gibt es kaum je Probleme.» Ambivalent reagiert Wettstein auf eher abgelegene Orte, gerade wenn Personen hier bleiben.

Sandra Kolly

Sandra Kolly

Erwin von Arb

Der Kanton ist unter grossem Druck«, sagt Sandra Kolly, Präsidentin der CVP. Sie kann nachvollziehen, dass der Kanton eine Nachfolgelösung für die Fridau sucht. Allerdings ist Kolly skeptisch: Sie kann sich vorstellen, dass das Projekt in der Bevölkerung Widerstand auslösen könnte. «Diese Bedenken muss man ernst nehmen. Die Bevölkerung muss einbezogen werden», so Kolly.