Bürgerspital
«Das neue Bürgerspital ist ein moderner Zweckbau – und finanzierbar»

Vertreter eines breit abgestütztes Komitees erläuterten am Donnerstag an einer Pressekonferenz in Solothurn die Gründe für den Neubau des Bürgerspitals. Die regierungsrätliche Vorlage, der das Parlament zugestimmt hat, kommt am 17. Juni vors Volk.

Elisabeth Seifert
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Medienkonferenz des Pro-Komitees zum Neubau des Solothurner Bürgerspitals

Medienkonferenz des Pro-Komitees zum Neubau des Solothurner Bürgerspitals

Zur Verfügung gestellt

Im Zentrum der Argumentation des Pro-Komitee stand die in der Öffentlichkeit immer wieder diskutierte Frage der Kosten und der Finanzierung des 340-Millionen-Baus. Susanne Schaffner (Olten), SP-Kantonsrätin und Finanzexpertin des Komitees betonte, dass die Kosten für den Neubau «im Projektverlauf mehrmals überprüft, überarbeitet und optimiert worden sind».

«Von Luxusbau keine Rede»

Gerade auch ein Vergleich mit Spitalbauten in anderen Kantonen zeige auf, «dass die Baukosten massvoll sind». Von einem Luxusbau könne keine Rede sein. Die Investitionen erfolgen über einen Zeitraum von zehn Jahren, womit die Kosten verteilt werden können. Die SP-Frau unterstrich weiter, dass mit dem Neubau des Bürgerspitals der Kanton Solothurn längerfristig sogar weniger Geld ausgebe.

Dies aus drei Gründen: 1. Der Kanton kann mit dem Neubau Betriebskosten von jährlich fünf Millionen Franken einsparen. 2. Durch ein attraktives Spital wird die für den Kanton teure Abwanderung in ausserkantonale Spitäler vermindert. 3. Der Erhalt der Arbeitsplätze wirkt sich positiv auf die Steuereinnahmen aus.

Ein hoher Jahresumsatz rechtfertige die Investition

Gemäss Markus Grütter (FDP, Biberist) ist der Neubau insbesondere auch für das Gewerbe und die Industrie von grosser Bedeutung. So erziele das Bürgerspital einen jährlichen Umsatz von 140 Mio. Franken, wobei rund 30 Mio. Franken auf den Bezug von Waren und Dienstleistungen entfallen. Der hohe jährliche Umsatz rechtfertige eine einmalige Investition von 340 Mio. Franken.

«Eminent wichtig für Solothurner Volkswirtschaft»

FDP-Kantonsrat Remo Ankli (Beinwil) führte ins Feld, dass die Spitalversorgungsplanung im Raum Nordwestschweiz deutlich mache, dass es auch im Jahr 2020 ein Spital dieser Grössenordnung braucht. Ein Nein zum geplanten Neubau hätte, so Ankli, zur Folge, dass die Leistungen andernorts bezogen werden müssten. Denn: «Die bestehenden Bauten genügen den modernen Anforderungen nicht mehr». Weiter stellte der Vertreter der FDP fest, dass das Bürgerspital mit seinen über 1000 Vollzeitstellen und den zahlreichen Ausbildungsplätzen auch eine «eminent wichtige Bedeutung für die Volkswirtschaft des Kantons Solothurn» habe.

«Verbesserte Umweltbilanz» gewürdigt

Die Vertreterin der CVP, Katonsrätin Silvia Meister (Matzendorf) würdigte die «architektonisch ausgeklügelte Form» des neuen Baus, die eine «maximale Flexibilität für zukünftige Nutzungsanpassungen» mit sich bringe. Solche baulichen Vorteile erklären - und relativieren auch die Baukosten von 340 Mio. Franken. GLP-Kantonsrat Markus Knellwolf (Obergerlafingen) würdigte die «stark verbesserte Umweltbilanz» des Nebaus, wodurch unter anderem künftig auch Energie- und Heizkosten gespart werden können.

Auch Wohlwollen aus Grenchen

CVP-Kantonsrat Peter Brotschi (Grenchen) und Präsident der kantonsrätlichen Spezialkommission erinnerte in seinem Votum daran, dass sowohl die Kommission als auch das Parlament der Meinung ist, dass das Spital aufch die «kommenden Jahrzehnte ein unverzichtbarer Teil» der Spitalversorgung im Kanton Solothurn ist. «Nur mit einem modernen Spital lassen sich aber die grossen Herausforderungen im Spitalbetrieb meistern.»

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