Im Zuge der bevorstehenden Umbauarbeiten im Kurhaus werde der Ostflügel nun anderweitig benötigt und später abgerissen, schreibt die Bürgergemeinde in einer Medienmitteilung. Die neue Liegenschaftsbesitzerin, die Hotel Weissenstein AG, will an dieser Stelle einen modernen Glaskubus erstellen, der bis zu mehreren hundert Gästen Platz bieten kann.

Die Baubewilligung für den Um- und Ausbau des Kurhauses – Kostenpunkt rund 20 Mio. Franken – wird durch ursprünglich drei Einsprachen blockiert (wir berichteten), die noch nicht alle bereinigt sind. Noch ist deshalb ungewiss, ob der für kommenden August vorgesehene Spatenstich tatsächlich stattfinden kann.

Klar ist, dass die Sammlung des Museums im renovierten Kurhaus keinen Platz mehr finden wird. Das Material werde vorerst in Räumlichkeiten der Seilbahn Weissenstein AG (Swag) eingelagert, erklärt Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger auf Anfrage. Mit deren Verantwortlichen würden auch Möglichkeiten diskutiert, einzelne Objekte in den Bahnstationen auszustellen.

«Wahrscheinlich werden aber einzelne Gegenstände auch im neuen Hotel Weissenstein ausgestellt und die übrigen eingelagert», so Wyniger. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, dass das Museum erst im Herbst geräumt werden müsse, erklärt der Bürgergemeindepräsident, nun müsse es halt etwas schneller gehen.

1993 hat die Bürgergemeinde Solothurn die Museums-Gegenstände von Franz Kaufmann aus Langendorf erworben und anschliessend in zwei Räumen im ersten Stock des Ostflügels des Kurhauses ein Museum eingerichtet. Die Sammlung besteht hauptsächlich aus historischen Postkarten, Fotos, Plakaten, Wintersport-Artikeln und Möbelstücken aus dem Kurhaus. Das Museum kann noch bis zum 15. August tagsüber besichtigt und der für die Eingangstüre benötige Code beim Sennhaus Weissenstein angefragt werden. (ums.)