Solothurner Spitäler AG
Das ist der neue Chefarzt der soH-Chirurgie

Die Solothurner Spitäler AG (soH) schafft neu eine Chirurgie soH über alle Standorte des Unternehmens und beruft Prof. Dr. med. Daniel Inderbitzin ab 1. März 2016 zum Chefarzt Chirurgie.

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Prof. Dr. med. Daniel Inderbitzin ist der neue oberste Chirurg.

Prof. Dr. med. Daniel Inderbitzin ist der neue oberste Chirurg.

zcg/key

Daniel Inderbitzin wird im Rahmen dieses Amts auch die Nachfolge von Dr. med. Jean-Pierre Barras als Chefarzt Chirurgie Bürgerspital Solothurn antreten, der die soH Anfang 2016 altershalber verlassen wird.

Für Daniel Inderbitzin werde es in der neu geschaffenen Funktion des Chefarztes soH darum gehen, «die allgemeinchirurgischen Leistungen der soH inklusive Viszeral- Thorax- und Gefässchirurgie gemeinsam mit den Chef- und Leitenden Ärzten der jeweiligen Standorte – Solothurn, Olten und Dornach – qualitativ sehr gut zu erfüllen, bestmögliche Ergebnisse zugunsten der Patientinnen und Patienten zu erzielen und das chirurgische Leistungsangebot weiter zu entwickeln und abzurunden», heisst es in einer Mitteilung der Solothurner Spitäler AG. Die Chirurgie am Bürgerspital Solothurn werde er selbst führen.

Gemeinsam mit Daniel Inderbitzin werden Dr. med. Ramona Cecini Hertig und Dr. med. Annette Ringger, beide heute Leitende Ärztinnen am Stadtspital Tiefenau, nach Solothurn wechseln und den neuen Chefarzt des Bereichs Chirurgie auch weiterhin massgeblich unterstützen und vertreten. Sie werden in einem Teilzeitpensum von je 70 Stellenprozent tätig sein.

Die soH sei «sehr froh», dass sie Inderbitzin für die neue Funktion gewinnen konnte, heisst es. «Dank seiner über zwanzigjährigen chirurgischen Erfahrung und seiner hohen wissenschaftlichen Reputation ist er die optimale Persönlichkeit für die Führung der chirurgischen soH-Kliniken mit abgestimmten Angeboten.»

Auch in Forschung tätig

Der in Kopenhagen geborene und in Zürich aufgewachsene Schweizer absolvierte nach der Matura sein Medizinstudium an der Universität Zürich, wo er 1991 promoviert wurde. Seine ersten praktischen Erfahrungen als Assistenzarzt sammelte er in den Spitälern Männedorf, Uznach, Schiers und am Universitätsspital Zürich.

Während seiner praktischen Weiterbildung in Zürich erwarb er den Facharzttitel FMH für Chirurgie. Eine zweijährige Forschungstätigkeit führte ihn auch an das Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles. Anschliessend wurde er Oberarzt am Kantonsspital Aarau. 2002 wechselte er in gleicher Funktion an die Klinik für Viszerale und Transplantationschirurgie des Inselspitals Bern. 2006 erwarb er den Schwerpunkttitel für Viszeralchirurgie.

Die wissenschaftliche Arbeit blieb für Inderbitzin ein zweites, zentrales Standbein, so dass ihm die Universität Bern 2008 die Venia docendi verlieh. Sein Forschungsschwerpunkt liegt heute im Bereich der klinischen Tumorforschung mit einem Schwerpunkt auf der Behandlung des kolorektalen Karzinoms. Weitere Forschungsarbeiten erfolgten ausserdem zu traumatologischen, viszeral- und transplantationschirurgischen Themen. Inderbitzin lehrt regelmässig an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern und im Rahmen der interdisziplinären ärztlichen Fortbildungen des Universitätsspitals Bern.

2008 wurde er zum Leitenden Arzt der Klinik für Viszerale Chirurgie und Medizin befördert. Von 2009 bis 2011 war er chirurgischer Leiter des Nierentransplantationsteams, seit 2011 ist er Leiter des kolo-proktologischen Teams des Universitätsspitals Bern.

Im Jahr 2012 wurde ihm der Titel assoziierter Professor für Viszeralchirurgie der Universität Bern verliehen. Im Zuge des Zusammenschlusses des Inselspitals und der Spital Netz Bern AG übernahm Daniel Inderbitzin 2013 die Funktion des Klinikleiters und Chefarztes der Chirurgischen Kliniken der Berner Stadtspitäler Tiefenau und Ziegler. Er wird im Stadtspital Tiefenau bis Ende Februar 2016 tätig sein.

Inderbitzin ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Wohlen bei Bern. (mgt/szr)

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