Revierjagd Solothurn

Das Interesse an der Jagd ist gross: Die Anzahl Neubrevetierungen liegt auf Rekordniveau

Obmann Kurt Altermatt und Regierungsrätin Brigit Wyss übergeben Stephan Blaser den Preis des Regierungsrates für Jagdaufseher mit guter Schiessfertigkeit.

Obmann Kurt Altermatt und Regierungsrätin Brigit Wyss übergeben Stephan Blaser den Preis des Regierungsrates für Jagdaufseher mit guter Schiessfertigkeit.

Im letztem Jahr wurden 27 Jagdfähigkeitsausweise an drei Frauen und 24 Männer übergeben. Nächstes Jahr wird mit ähnlich vielen Neubrevetierungen gerechnet.

Kurt Altermatt, Präsident von Revierjagd Solothurn (RJSo), begrüsste 244 Jägerinnen und Jäger sowie über 40 Gäste zur Generalversammlung in Dornach. «Die Anerkennung der Jagd in Politik und Gesellschaft widerspiegelt sich auch im erfreulichen Interesse an der Jagdausbildung», erklärte Altermatt.

So hätten im letzten Jahr 27 Jagdfähigkeitsausweise an drei Frauen und 24 Männer übergeben werden können. Im kommenden Sommer dürfe mit ähnlich vielen Neubrevetierungen gerechnet werden und für den Jagdlehrgang 2019/2020 hätten sich 32 Personen, darunter acht Frauen angemeldet: «Das sind, auf Jahre zurückgesehen Rekordzahlen!»

Anpassung der Statuten

Die aktuellen Statuten RJSo sind seit 2006 in Kraft. Sie haben sich bewährt und inhaltlich gibt es deshalb wenig Bedarf für Änderungen. Wegen des neuen Jagdgesetzes, insbesondere der Umwandlung der bisherigen Gesellschaften in Vereine, sind redaktionelle Anpassungen vorzunehmen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Vernehmlassung in den Hegeringen und aus der Beratung im Vorstand weitere materielle Punkte, die angepasst werden sollten. So wurde mit einstimmigem Beschluss festgehalten, dass die von den Hegeringen gewählten Präsidentinnen und Präsidenten von Amtes wegen Einsitz im Vorstand haben. Die weiteren Vorstandsmitglieder werden von der Generalversammlung gewählt. Die über die Jagdvereine gemeldete Kollektivmitgliedschaft bei RJSo beschränkt sich weiterhin auf aktive und auf ehemalige Jägerinnen und Jäger mit Jagdberechtigung im Kanton . Jagdlich «passive» Mitglieder der Jagdvereine (zum Beispiel Jagdhelfer) werden nicht als Mitglieder von RJSo aufgenommen.

Ebenfalls einstimmig wurde die Änderung der Jahresbeiträge akzeptiert. Der Kanton stützt sich seit der Jagdgesetzrevision, zum Beispiel für die Bestimmung der Mindestanzahl Pächter, allein auf die Waldfläche der Reviere. Neu soll diese «offizielle» Bezugsgrösse auch für die Beitragsbemessung herangezogen werden. Die einfache Unterteilung in zwei Kategorien soll beibehalten werden. Bei einer Abgrenzung bis 400 ha mit 600 Franken Jahresbeitrag und über 400 ha mit 650 Franken Jahresbeitrag ergibt sich über alle 66 Reviere ein Gesamtbeitrag von 41 500 Franken. Also 300 Franken weniger als bisher. Dabei bezahlen zehn Reviere 50 Franken weniger als bisher und vier 4 Reviere bezahlen 50 Franken mehr.

Jagdgesetz stiess auf Akzeptanz

Sie habe mit Genugtuung erfahren, dass das neue Jagdgesetz auf breite Akzeptanz gestossen sei, erklärte Regierungsrätin Brigit Wyss. Trotzdem sei sie offen, sollte sich noch Spielraum für sinnvolle Nachjustierungen ergeben. Sie denke da etwa an Gamshegeräume, Wildschaden-gefährdete Gebiete. Zunächst aber sollten noch mehr Erfahrung gesammelt werden. Wyss brach eine Lanze für den Luchs, der in der Öffentlichkeit eine grosse Akzeptanz geniesse. Sie vertrat die Ansicht, «dass dieses Wildtier langfristig in unser Ökosystem eingebunden werden soll». Sie wünsche sich eine europaweite und stabile Luchspopulation. Die Volkswirtschaftsdirektorin dankte den Jägerinnen und Jäger für ihr Engagement für Wild und Umwelt.

Mit der Statutenänderung wird jetzt auch der Kassier ein Mitglied des Vorstandes und muss durch die Generalversammlung gewählt werden. Der bisherige Delegierte Finanzen, Roland Flury, wurde mit Akklamation in dieses Amt gewählt.

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