Nadja von Rohr aus Egerkingen und Laura Cervi aus Wolfwil werden in Helsinki ihre Feuertaufe an diesen Festspielen erleben. «Ich wollte schon immer einmal an einer Gymnaestrada teilnehmen», meint Nadja von Rohr, «doch Lissabon kam zu früh und Lausanne war mir zu nah!»

Gar unbekannt war dieses Veranstaltung für Laura Cervi. «Kolleginnen in der Kunstturnhalle ermunterten mich zur Anmeldung und heute bin ich froh, dies, wenn auch verspätet, getan zu haben.» Beide sind gespannt und voller Vorfreude, was in den kommenden Tagen auf sie zukommen wird. Während Laura Cervi am Schweizer-Abend bei Zero Gravity als Spitzengeräteturnerin ihr Können an den Schaukelringen zeigen wird, ist es bei Nadja von Rohr Gymnastik und Aerobic auf der Bühne mit Dock’s alive, wo sie auch dem Leiterteam angehört.

Gegen zwei Jahre dauert eine Vorbereitung, welche in der Regel vor dem Festtermin immer intensiver wird, für alle Teilnehmenden. «Wer einmal an einer Gymnaestrada-Eröffnungsfeier teilgenommen hat, ist von diesem Virus infiziert», meint Markus Kölliker aus Bellach, der in Helsinki seiner 5. Teilnahme entgegen blickt.

Zusammen mit seinen Kollegen steht er bei Dock’s alive an drei Vorführungen auf der Bühne. Das friedliche Zusammensein mit der Turnerfamilie aus der ganzen Welt mit wunderschönen Vorführungen ist für Markus Kölliker einer der Gründe, seine Ferien für die Gymnaestrada zu opfern. «Wer bezahlt schon gegen 3‘000 Franken, um mit Kollegen aus der ganzen Welt in einer Turnhalle zu schlafen?», sagt er nicht ganz ohne Ironie.

«Nach meiner ersten Teilnahme 1987 in Herning, wollte ich an jeder Gymnaestrada teilnehmen», äussert sich Daniel Stöckli aus Aeschi. Auf Grund von Familienzuwachs gab es aber Unterbrüche, womit er hier in Helsinki ebenfalls seine fünfte Gymnaestrada erlebt. Für ihn wie alle andern steht eine Unfallfreie und gute Vorführung im Vordergrund, damit der Rest mit den vielen Darbietungen und die Multikulti-Atmosphäre genossen werden kann. (mbs)