Die Nr. 1107 des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler BLN gehört dem Gempenplateau. Dieses ist ein dünn besiedeltes, waldreiches Gebiet. Von drei Seiten her ist es von der dicht besiedelten Agglomeration Basel umgeben, jedoch zu einem schönen Teil dem Kanton Solothurn zugehörig. Auf dem Plateau liegen die zwei Dörfer Gempen und Hochwald, sowie einige Einzelhöfe und Weiler. Das Dorfbild von Hochwald ist von nationaler Bedeutung. Viele Obst-, vor allem Kirschbäume, die teilweise bis zu 150 Jahre alt sind, prägen die Landschaft.

Vom hohen Naturwert der Wälder rund ums Plateau zeugen der Waldlaubsänger und der selten gewordene Baumfalke. Diese Wälder sind für diese Vogelarten ein idealer Lebensraum, denn sie verfügen über eine noch mehrheitlich naturnahe Mischung der Baumarten und weisen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Totholz auf. Das Gempenplateau war nie vergletschert und ist bereits seit langer Zeit besiedelt. Es gehört damit zu den sogenannten Altsiedellandschaft Europas. So bezeichnet man offene Siedlungsbereiche auf dem ursprünglich bewaldeten europäischen Kontinent. Die in den Karsthöhlen ausgegrabenen Werkzeuge aus der Bronzezeit belegen die frühe Besiedlung und die lange kulturgeschichtliche Entwicklung der Gegend. Im Mittelalter zählte das Plateau mit zehn Höhenburgen zu den burgenreichsten Landschaften Europas.