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Das Geld für die Tunnel-Sanierung liegt bereit

Auch der Weissensteintunnel wird höchstwahrscheinlich vom Milliarden-Paket profitieren, zu dem das Parlament Ja am Dienstag gesagt hat.

Auch der Weissensteintunnel wird höchstwahrscheinlich vom Milliarden-Paket profitieren, zu dem das Parlament Ja am Dienstag gesagt hat.

Das Parlament sagt Ja zu einem Milliarden-Paket für die Bahninfrastruktur. Auch der Weissensteintunnel könnte davon profitieren.

Über 13 Milliarden Franken sollen von 2017 bis 2020 in die Bahninfrastruktur fliessen – fast 2,4 Milliarden Franken mehr als in der laufenden Periode. So will es das Parlament. Nach dem Ständerat hiess am Dienstag auch der Nationalrat den Milliardenkredit gut. Die grosse Kammer folgte mit 138 zu 11 Stimmen bei 30 Enthaltungen dem Antrag seiner Verkehrskommission. Damit ist das Geschäft bereit für die Schlussabstimmung. Mit dem Geld aus dem neuen Bahninfrastrukturfonds (BIF) werden die Kosten von Betrieb und Substanzerhalt gedeckt.

600 Millionen Franken sind als Reserve für Unvorhersehbares vorgesehen – das ist für den Kanton Solothurn von Bedeutung. Denn in die Reserven könnte laut Botschaft des Bundesrats auch die Sanierung des Weissensteintunnels zwischen Oberdorf und Gänsbrunnen fallen. Eine Sanierung kostet bis zu 170 Millionen Franken, wenn der Tunnel für 50 Jahre betriebsbereit gemacht werden soll.

FDP-Mann Kurt Fluri verwies im Nationalrat auf die Überzeugung von Kanton und Region, wonach «die Gelder für den Weissensteintunnel richtig eingesetzt sind». Das Ja des Parlaments zum Milliarden-Paket ist ein kleines, aber wichtiges Signal in Richtung Sanierung. Einer Finanzierung über die BIF-Reserven steht nun definitiv nichts mehr im Weg, bestätigt Daniel Schwarz vom Solothurner Amt für Verkehr und Tiefbau auf Anfrage.

Auch das Komitee «Weissensteintunnel erhalten» zeigt sich in einer Mitteilung erfreut über den Entscheid. Gerade «Aspekte wie Umweltschutz, Raumordnung und Behindertengerechtigkeit» machten eine Sanierung unabdingbar. Zudem verweist das Komitee auf touristische Angebote wie den Naturpark Thal oder die Seilbahn Weissenstein, die ebenfalls auf die Bahnlinie angewiesen seien.

Entscheid wohl im Januar

In wenigen Wochen soll Klarheit herrschen. Voraussichtlich im Januar wird das Bundesamt für Verkehr (BAV) entscheiden, wie es mit dem Weissensteintunnel weitergeht. Der Solothurner Regierungsrat hat sich dezidiert für die Sanierung ausgesprochen.

Auch die Bahnbetreiberin BLS zeigt sich bereit, den Tunnel weiterzubetreiben, wenn die Finanzierung dafür gesichert ist. Man habe bereits ein entsprechendes Baugesuch vorbereitet, heisst es bei dem Unternehmen.

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