Corona
Das fordert die Spitze des Solothurner Gewerbes von der Regierung

Die Unternehmen aus der Region Solothurn leiden unter der Pandemie. Nun kommen Vertreter aus der Wirtschaft am Dienstag mit einer Delegation aus dem Regierungsrat zusammen, um auf die noch immer vorhandenen Probleme des Gewerbes aufmerksam zu machen.

Rebekka Balzarini
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Viele Läden müssen momentan geschlossen bleiben. (Symbolbild)

Viele Läden müssen momentan geschlossen bleiben. (Symbolbild)

Keystone

Der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband KGV setzt sich seit Beginn der Pandemie für das wirtschaftliche Überleben des regionalen Gewerbes ein. Die Schliessung von Gastrobetrieben und Läden sowie das Verbot von Veranstaltungen machen vielen Unternehmerinnen und Unternehmern im Kanton zu schaffen, da helfen auch die Massnahmen von Bund und Kanton, mit denen das Gewerbe unterstützt wird teilweise nur bedingt.

Am Dienstag setzen sich Vertreter des Gewerbes und der Regierung erneut zusammen, um über Probleme und Lösungen zu diskutieren. Der KGV hat in der vergangenen Woche Rückmeldungen seiner Mitglieder gesammelt, um der Regierung die Sorgen des regionalen Gewerbes darlegen zu können. Rund ein Dutzend Rückmeldungen sind beim Verband eingegangen, schreibt KGV-Geschäftsführer Andreas Gasche.

Umsätz lässt nicht auf Fixkosten schliessen

Vor allem Betriebe aus der Gastronomie und dem Detailhandel hätten sich gemeldet, aber auch es der Event- oder Reise- oder Fitnessbranche.

Bezogen auf die Härtefallmassnahmen, mit denen der Kanton die Unternehmen unterstützen wird, gibt es laut Gasche etwa bei denjenigen Unternehmen Bedenken, die keinen Umsatzrückgang von 40 Prozent erlitten haben. So viel ist notwendig, um im Rahmen der Härtefallmassnahmen Hilfe vom Kanton erhalten zu können.

«Vor allem innovative Unternehmen fallen nicht darunter», schreibt Gasche. «Aber der Umsatz lässt nicht unbedingt auf die Fixkosten schliessen, so hat ein grösseres Gastrounternehmen oft hohe Fixkosten.»

Mit Decklung werden Vorgaben nicht umgesetzt

Ausserdem beschäftige die Unternehmen, dass À-Fonds-Perdu-Beiträge nur bis 200'000 Franken ausbezahlt werden. «Es gibt gerade in der Gastrobranche, aber auch im Fitness- und Reisebereich Unternehmen, die machen mehr als 1 Mio. Franken Umsatz», schreibt Gasche. «Das Versprechen des Regierungsrates, dass er die Vorgaben des Bundesrates übernimmt, ist mit der Deckelung auf 200'000 Franken nicht umgesetzt.»

Der KGV will sich laut Gasche am runden Tisch dafür einsetzen, «dass die Hilfe nun rasch über die heutigen Bestimmungen in der kantonalen Härtefallregelung hinausgeht.»