Grüne Kanton Solothurn
Das Experiment Co-Präsidium geht für die Grünen weiter

Die Grünen Kanton Solothurn bestätigen an der Generalversammlung ihr Dreier-Co-Präsidium mit Brigit Wyss, Felix Wettstein und Christof Schauwecker.

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Der Vorstand der Grünen (v.l.): Christof Schauwecker (Co-Präsident), Felix Wettstein (Co-Präsident), Hansruedi Meyer, Brigit Wyss (Co-Präsidentin), Helene Wallimann, Daniel Urech, Barbara Wyss und Urs Riesen.

Der Vorstand der Grünen (v.l.): Christof Schauwecker (Co-Präsident), Felix Wettstein (Co-Präsident), Hansruedi Meyer, Brigit Wyss (Co-Präsidentin), Helene Wallimann, Daniel Urech, Barbara Wyss und Urs Riesen.

Zur Verfügung gestellt

An der ordentlichen Generalversammlung der Grünen Kanton Solothurn in Olten bestätigten die Parteimitglieder den Vorstand samt Präsidium. Vor einem Jahr hatten sich die Grünen entschlossen, das Experiment eines Dreier-Co-Präsidiums mit Brigit Wyss (Solothurn), Felix Wettstein (Olten) und Christof Schauwecker (Solothurn) zu wagen. «Es hat gut funktioniert und wird weitergeführt», schreibt die Partei in einer Medienmitteilung.

Auch die weiteren Vorstandsmitglieder Barbara Wyss-Flück (Solothurn), Urs Riesen (Horriwil), Daniel Urech (Dornach), Helene Wallimann (Balsthal) und Hansruedi Meyer (Derendingen) wurden von den Mitgliedern wieder gewählt. Felix Glatz-Böni (Bellach) trat aus dem Vorstand zurück.

Rückblick auf die Wahlen

Auch wenn der Traum von einer ersten grünen Regierungsrätin im Kanton Solothurn geplatzt ist, konnten sich die Grünen trotz schwieriger gewordenem Umfeld nicht nur behaupten, sondern haben zugelegt und belegen neu sieben Kantonsratssitze. Auch auf Gemeindeebene erzielten die Grünen gute Resultate. Besonders erfreulich sei das Resultat von Iris Schelbert-Widmer, die im ersten Wahlgang mit dem besten Resultat als Stadträtin in Olten bestätigt wurde und nun für das Stadtpräsidium kandidiert, hiess es an der Versammlung.

Die Grünen fassten auch die Parolen für die eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen vom 9. Juni. Ohne Gegenstimme wurde die Nein-Parole zur Initiative «Volkswahl des Bundesrates» beschlossen. Die Grünen sehen die Gefahr, dass die Mitglieder des Bundesrats in einen Dauerwahlkampf gedrängt werden. Unpopuläre, aber nötige Entscheide würden so vermehrt auf die lange Bank geschoben. Durch die Amerikanisierung der Bundesratswahl würden klar finanzstarke Parteien bevorzugt, die eine gross angelegte Kampagne finanzieren können.

Tiere erhalten Lebensraum zurück

Die erneute Verschärfung des Asylgesetzes wird von den Grünen entschieden abgelehnt. Mit der geplanten Abschaffung des Botschaftsasyls werde es beispielsweise inskünftig vor allem für Frauen und Kinder schwieriger, ein Asylgesuch zu stellen. Und wenn Kriegsdienstverweigerer von vornherein ausgeschlossen werden, wird ihnen willkürlich abgesprochen, dass sie echte Flüchtlinge sein könnten.

Für das kantonale Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt an der Aare empfehlen die Grünen ein Ja. Einerseits werde durch das Projekt die Hochwassergefahr reduziert, andererseits erhält die Natur mehr Platz, um sich entfalten zu können. Eisvogel, Amphibien, Fische und Pflanzen bekommen dadurch ihren natürlichen Lebensraum zurück. (mgt)

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