Bürgerspital Solothurn
Darmverschluss blieb unerkannt: Egerkingerin überlebte nur knapp

Die 25-jährige Danijela Jaksic aus Egerkingen ging mit Bauchschmerzen ins Bürgerspital Solothurn. Doch dort erkannte man den lebensgefährlichen Darmverschluss nicht.

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«Knapp am Tod vorbeigeschrammt» ist laut Regionalsender Tele M1 eine 25-jährige Frau aus Egerkingen. Die Frau liess sich Anfang Januar wegen starker Bauchschmerzen ins Bürgerspital Solothurn einweisen.

Doch dort konnte man auch nach zehn Stunden den lebensgefährlichen Darmverschluss nicht erkennen. Schliesslich liess sich die Frau mit der Ambulanz in eine Privatklinik nach Bern verlegen. Dort wurde den Ärzten klar, dass man rasch reagieren muss. Am nächsten Tag erfährt die Egerkingerin: Hätte man mit der Operation zugewartet, so wäre es ihr schlecht ergangen.

Seitens Bürgerspital Solothurn wollte man der Frau nachträglich keine weiteren Informationen zu diesem Fall geben. Und aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht erteilte die Spitalleitung auch gegenüber Tele M1 keine weiteren Auskünfte.

2008 geriet ein ähnlicher Fall in die Schlagzeilen. Damals wurde eine dreifache Mutter aus Feldbrunnen mit der falschen Diagnose einer Magenschleimhautentzündung aus dem Bürgerspital nach Hause geschickt. In der Nacht starb die 37-jährige Frau an einem Darmverschluss. (szr)