Die SBB stellte ihre 1450 Automaten und die etwa 300 Automaten, die sie zusätzlich für andere Bahngesellschaften betreibt, schon in der Nacht auf Freitag auf den Euro-Franken-Kurs von 1:1 um. Man behalte den Wechselkurs für allenfalls weitere nötige Anpassungen im Auge, sagte Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage.

Die SBB-Automaten könnten jede Nacht neu an den Wechselkurs angepasst werden. Dem Verbund angeschlossen sind die Südostbahn, die Aare Seeland Mobil und die von Touristen oft benutzten Bahnen Matterhorn Gotthard Bahn, Montreux-Berner Oberland-Bahn sowie einzelne Automaten der Berner Oberland-Bahnen.

Am Freitag hatten die SBB-Automaten andere Preise als das Berner Bahnunternehmen BLS. Dessen Automaten arbeiteten noch mit einem Euro-Franken-Kurs von Fr. 1.15. Entscheide sich die BLS, der SBB zu folgen, könnten die Automaten in der Nacht auf Samstag umgestellt werden, teilte BLS-Sprecherin Helene Soltermann mit.

Unternehmen entscheiden autonom

Dies wäre auch der Fall für andere Verkehrsbetriebe in Bern, Biel sowie im Raum Bern-Solothurn, die dem Berner Tarifverbund «Libero» angeschlossen sind. Zu Libero gehört der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS).

Nachzüglerin ist auch die Rhätische Bahn (RhB): Auch ihre Automaten arbeiteten am Freitag noch mit einem Euro-Kurs von 1.15 Franken. Für die Nacht auf Samstag war ein Update auf den 1:1-Kurs geplant, wie es auf Anfrage hiess.

Den Wechselkurs an ihren Automaten lege jede Bahngesellschaft autonom fest, sagte Ginsig zu den Preisdifferenzen. Gleiches war beim Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) zu vernehmen. Das operative Geschäft sei Sache jedes einzelnen Unternehmens.