Damals gabs bei Hochwasser kein Durchkommen bei Arch

Unwiederbringlich: Sommerserie über die fotografisch festgehaltene Solothurner Zeitgeschichte (Teil 2).

Alois Winiger (Bild und Text)
Merken
Drucken
Teilen
Das Motorschiff «Stadt Solothurn» kam damals nicht unter der Eisenbrücke zwischen Arch und Grenchen durch. Es musste wenden.

Das Motorschiff «Stadt Solothurn» kam damals nicht unter der Eisenbrücke zwischen Arch und Grenchen durch. Es musste wenden.

Starke Regenfälle und Schneeschmelze verursachen hohe Pegelstände in der Aare und zwingen die Bielersee Schifffahrtsgesellschaft immer wieder zu Fahrplanänderungen. Im Juli 1980, als dieses Bild entstanden ist, gab es für das Motorschiff «Stadt Solothurn» kein Durchkommen bei der Eisenbrücke zwischen Arch und Grenchen. Die Passagiere waren bei der Station Grenchen aus- und auf der anderen Seite der Brücke in die «MS Büren» umgestiegen. Die Eröffnung der Stabbogenbrücke 1997 löste das Problem. Die Eisenbrücke konnte abgebrochen werden, ebenso die Betonbogenbrücke daneben; sie diente ab 1972 zur Entlastung der einspurig befahrbaren Eisenbrücke.

In den Folgejahren stellte sich das Problem bei der Holzbrücke in Büren. Konnten die kleineren Schiffe bei Hochwasser noch passieren, war es für jene der neueren Flotte nicht möglich. So kam zwischen 1999 und 2007 sowie von 2013 bis 2016 ein Hochwasserfahrplan zum Einsatz: Die Schiffe fuhren zwischen Solothurn und Grenchen, Kurse ab Biel fielen aus. Aktuell sind für die Schiffe keine Hindernisse in Sicht: Freie Fahrt von Solothurn bis Murten!