«Wenns drauf ankommt, hat ein CVP-Regierungsrat die zuverlässigste Hausmacht im Kantonsrat», sagte Bau- und Justizdirektor Walter Straumann gestern Abend in Oensingen. «Trotzdem habe ich mich entschlossen, nicht mehr anzutreten - verleidet ist es mir noch nicht, aber nach vier Amtsperioden ist Ablösung am Platz.»

Der 69-jährige Straumann bestätigte in Abwesenheit seines Regierungsratskollegen Klaus Fischer auch, was diese Zeitung bereits angekündigt hat: «Auch Klaus Fischer wird nicht mehr zur Verfügung stehen.» Der 64-jährige Fischer, der sich noch von einer Operation erholt, war selber an der Delegiertenversammlung nicht anwesend. Damit muss die CVP bei den Gesamterneuerungswahlen im März 2013 gleich zwei Sitze mit neuen Kandidaten verteidigen.

Stefan Müller Interimspräsident

Nicht nur für Straumann, sondern auch für die abtretende Parteipräsidentin Annelies Peduzzi (Deitingen) gab es eine Standing Ovation. Nationalrat Stefan Müller aus Herbetswil wurde als Interimspräsident für die kommenden drei Monate gewählt. Er ist ab sofort im Amt.

Einstimmig fassten die CVP-Delegierten die Ja-Parole zum neuen Bürgerspital Solothurn und ebenso einstimmig die Nein-Parole zur Staatsvertragsinitiative. Mit 82:4 Stimmen lehnten sie die Bausparinitiative deutlich ab. Ja sagten sie mit 68:16 Stimmen zur Managed-Care-Vorlage. (uw)