Entwicklung

CVP-Brotschi gegen Zersiedelung: «Das ganze Mittelland wird zu einer Stadt zusammenwachsen»

Zersiedelungsinitiative bleibt umstritten

Zersiedelungsinitiative bleibt umstritten

Diese Initiative der Jungen Grünen ist nicht nur beim Volk umstritten. Sie spaltet auch die Gemüter durch alle politischen Lager hindurch.

Peter Brotschi sieht als passionierter Pilot die Landschaft von oben. Der CVP-Politiker aus Grenchen sieht, wie sich die Wohngebiete ausbreiten und setzt sich – entgegen seiner Partei – für die Zersiedelungs-Initiative der Jungen Grünen ein.

Am 10. Februar stimmen die Schweizer Stimmberechtigen über die Zersiedelungsinitiative ab. Die neuste Umfrage, welche das Forschungsinstitut gfs im Auftrag der SRG durchführte, hat ergeben: Derzeit würden 49 Prozent ein Nein einlegen. Neue Bauzonen zu schaffen soll also nicht mit einer ebenbürtigen Auszonung einhergehen.

Einer der Ja-Stimmer ist Peter Brotschi. Während seine Partei die CVP an der Delegiertenversammlung die Nein-Parole entschied – nicht einstimmig – gehört Brotschi zu jenen, die die Zersiedelung stoppen wollen. Er ist auch im Solothurner Befürworter-Komitee

«Mir tut es wirklich jedes Mal im Herzen weh, wenn ich das Mittelland von oben sehe», sagt der Grenchner CVP-Politiker und Aviatik-Journalist gegenüber TeleM1. Er habe gesehen, was in den letzten 40 Jahren passiert sei und wie gebaut worden sei. Die Ortschaften hätten sich richtiggehend in die Landschaften hinaus gefressen.

«Ich befürchte, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts das ganze Mittelland zu einer Stadt zusammengewachsen ist», sagt Peter Brotschi. Der Raum Zürich würde mit dem Raum Bern verschmelzen, sieht er voraus. (ldu)

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