Coronavirus
Wer testet, soll auch wissen wie: So will der Kanton die Qualität im Auge behalten

Seit der Bund die Kosten für Tests bei asymtomatischen Personen übernimmt, kann im Kanton Solothurn mehr getestet werden. Dafür braucht es gut ausgebildetes Personal.

Rebekka Balzarini
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Der Umgang mit Coronatests muss gelernt werden. Das Personal im Spital ist entsprechend ausgebildet.

Der Umgang mit Coronatests muss gelernt werden. Das Personal im Spital ist entsprechend ausgebildet.

Britta Gut

Mehr Testkapazitäten bedeutet auch, dass es im Kanton mehr Personen braucht, welche die Tests fachgerecht durchführen müssen. «Die Massnahmen zur Qualitätssicherung sollen deshalb auf keinen Fall vernachlässigt werden», betont der Kantonsarzt. Die Verantwortung für diese Massnahmen habe der Bund den Kantonen übertragen, «und wir wollen diese Aufgabe ernst nehmen», so Lukas Fenner.

Schulungen und Kurse zu Auffrischung

Schon im vergangenen Herbst hat der Kanton Schulungen organisiert, um dafür zu Sorgen, dass die Tests fachgerecht durchgeführt werden. Jeder und jede, die im Kanton im Rahmen von repetitiven Tests oder Ausbruchsuntersuchungen einen Test durchführen darf, muss eine entsprechende Ausbildung durchlaufen haben, beispielsweise für Alters- und Pflegeheime, sozialmedizinische Institutionen, Spitex oder neu auch Unternehmen.

Für Personen ohne eine entsprechende fachliche Vorbildung wurden deshalb Kurse am Berufsbildungszentrum BBZ in Olten organisiert, an denen etwa die Mitarbeitenden der ambulanten Einsatzteams oder der Screening-Zentren in Olten und Solothurn im Umgang mit den Tests geschult wurden.

Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer übten, wie die Tests nach dem Abstrich fachgerecht gehandhabt werden. In einem Zusatzmodul konnten sie lernen, die ein Nasen-Rachen-Abstrich durchgeführt werden muss. Diese Schulungen sollen laut dem Kantonsarzt weiterhin durchgeführt und auf die neuen Testmöglichkeiten ausgerichtet werden.

Damit alle Mitarbeitenden auf dem gleichen Stand sind, sollen für die bereits geschulten Mitarbeitenden in Zukunft Kurse zur Auffrischung angeboten werden. Dies ist laut dem Kantonsarzt beispielsweise in Form von Webinaren möglich. Ausserdem soll eine Fachperson die verschiedenen Teams besuchen und vor Ort beraten und unterstützen.

Die diagnostischen Tests werden weiterhin in den Screening-Zentren in Olten und Solothurn, von mobilen Einsatzteams in Schulen, Unternehmen oder Alters- und Pflegeheimen sowie in Apotheken, Arztpraxen und in den kantonalen Spitälern durchgeführt.