Coronavirus
Mehr Ansteckungen, aber wenige Todesfälle: So ist die Corona-Lage im Kanton Solothurn

Wie in der gesamten Schweiz nehmen die Neuansteckungen auch im Kanton Solothurn wieder zu. Das zeigen die Zahlen im aktuellen Situationsbericht zur epidemiologischen Lage im Kanton.

Rebekka Balzarini
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Im Kanton werden wieder mehr Personen positiv auf das Covid-19 getestet.

Im Kanton werden wieder mehr Personen positiv auf das Covid-19 getestet.

Bild: Bruno Kissling

In der Schweiz registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 2022 Neuansteckungen, der Kanton Solothurn meldete 67 laborbestätigte Neuinfektionen. Der Trend zeigt damit weiter nach oben: In der vergangenen Woche wurden im Kanton insgesamt 328 neue Fälle registriert, in der Vorwoche waren es 251 Fälle.

Gestiegen sind auch die beiden Inzidenzwerte, welche die epidemiologische Entwicklung über einen längeren Zeitraum beschreiben – die 7-Tage-Inzidenz und die 14-Tage-Inzidenz. Diese Werte beschreiben, wie viele neu aufgetretenen Covid-19-Fälle im Kanton in den vergangenen Tagen registriert worden sind.

Die 7-Tage-Inzidenz im aktuellen Situationsbericht ist im Vergleich zur Vorwoche um 30,7 Prozent gestiegen. Pro 100'000 Einwohner wurden in der vergangenen Woche 118,6 Personen positiv auf Covid-19 getestet, in der Vorwoche waren es 90,8 Personen. Die 14-Tage-Inzidenz ist um 15,6 Prozent gestiegen, von 181,2 Personen auf 209,4 Personen.

Gestiegen ist auch die effektive Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Personen von einer infektiösen Person durchschnittlich angesteckt werden. Im am Mittwoch veröffentlichten Situationsbericht liegt der R-Wert bei 1,12, in der vergangenen Woche lag er bei 1,01. Der Wert im aktuellen Situationsbericht bildet das Infektionsgeschehen vom 8. März ab.

Noch keine Auswirkungen auf die Spitäler

Nach unten zeigt der Trend bei den Hospitalisationen: In der vergangenen Woche mussten vier Personen, die an Covid-19 erkrankt waren, auf der Intensivstation gepflegt werden. In der Vorwoche waren es fünf Personen. Seit Anfang März ist die Zahl der Patientinnen und Patienten, die im Spital versorgt werden mussten, nicht mehr über 20 gestiegen. Mitte März waren es sogar weniger als zehn. Zum Vergleich: Ende des Jahres 2020 mussten teilweise fast 80 Personen im Spital gepflegt werden.

Eine Person ist laut dem Situationsbericht in der vergangenen Woche nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, im März gab es bisher fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Impfungen für nächste Gruppe

Stand Montag wurden im Kanton bisher 44'136 Impfdosen verimpft, 16'555 Personen haben mittlerweile eine zweite Impfdosis erhalten. In dieser Woche gab der Kanton bekannt, dass nun auch Personen einen Impftermin erhalten, die älter sind als 65 Jahre. Auch Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind, dürfen sich nun impfen lassen.

Bisher hatten im Kanton nur Personen über 75 Jahren und Hochrisikopersonen die Möglichkeit, einen Impftermin zu erhalten. Weil über 70 Prozent von dieser Gruppe nun bereits eine erste Impfdosis erhalten haben oder sich in Kürze zum ersten Mal impfen lassen können, erhält die nächste Gruppe Zugang zu den Impfungen. Geimpft wird nicht mehr nur in den Impfzentren, sondern ab Mitte April auch schrittweise in immer mehr Hausarztpraxen.