Coronavirus
Die Solothurner Apotheken rüsten sich für den Selbsttest-Ansturm

Im April sollen Selbsttest in den Apotheken erhältlich sein. Wann sie genau kommen, ist noch unklar. Trotzdem bereiten sich die Apotheken im Kanton vor.

Rebekka Balzarini
Merken
Drucken
Teilen
In mehreren Apotheken im Kanton kann man sich mit einem Schnelltest auf Covid-19 testen lassen, unter anderem in Hägendorf.

In mehreren Apotheken im Kanton kann man sich mit einem Schnelltest auf Covid-19 testen lassen, unter anderem in Hägendorf.

Bruno Kissling

Noch ist nicht klar, wann die Apotheken im Kanton die Selbsttests an die Bevölkerung verteilen können. Aber wenn es so weit ist, dann wollen die Apothekerinnen und Apotheker bereit sein.

In den Filialen ist man deshalb dabei, sich auf den bevorstehenden Ansturm vorzubereiten. Das schreibt Melanie Grütter, die Präsidentin des Apothekervereins des Kantons Solothurn. «Da wir aber mit einer grossen Nachfrage rechnen, müssen wir personell aufstocken», schreibt sie.

«Es braucht genug personelle Ressourcen, denn die Beratung der Kundschaft darf auf keinen Fall leiden. Es müssen gute und einfache Anleitungen für die Kunden vorhanden sein und man muss präzise informieren, wie man vorgehen muss bei einem positiven Test.»

Wenn es so weit ist, dürfen alle Apotheken im Kanton die Selbsttests verteilen. Optimal wäre es laut Grütter, wenn die Apotheken auch gleich einen PCR-Test zur Bestätigung eines allfälligen positiven Testresultats durchführen könnten.

Momentan führen sieben Apotheken im Kanton PCR-Tests durch. Laut Grütter ist es deshalb wichtig, dass weiterhin genügend Teststellen im Kanton vorhanden sind, wo PCR-Tests durchgeführt werden.

Wenn die Selbsttests erhältlich sind, braucht es in den ersten Tagen von Seite der Kundschaft etwas Geduld: «Man muss mit Wartezeiten rechnen, wenn man in den ersten Tagen die Selbsttests beziehen möchte. Denn dies läuft parallel zum regulären Betrieb. Mit der Zeit wird sich die Nachfrage regulieren», so die Präsidentin des kantonalen Apothekervereins.

Ein Engpass ist laut ihr aber nicht zu befürchten. «Es werden mit der Zeit genügend Tests zur Verfügung stehen, da es wie bei den Schnelltests verschiedene Anbieter geben wird», beruhigt sie.

Die Antigen-Schnelltests sind weiter gefragt

Die Schnelltests werden in den kantonalen Apotheken seit dem vergangenen November durchgeführt. «Dieses Angebot wird von den Kunden sehr geschätzt. Wir sind täglich ausgebucht und die Kunden sind dankbar, sich gleich vor Ort testen zu dürfen», beschreibt Grütter die Erfahrungen der vergangenen Monate.

Seitdem der Bundesrat zum vermehrten testen aufgerufen habe und auch die Kosten für Tests von Personen ohne Symptome übernimmt, sei die Nachfrage noch einmal angestiegen. Die Termine um Ostern seien ebenfalls sehr gefragt. Der Ansturm könne im Kanton aber bewältigt werden, schreibt Grütter.

Parat zum Impfen

Wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht, dann können die Apotheken im Kanton noch eine weitere Aufgabe in der Pandemie übernehmen. Wenn sie über eine entsprechende Infrastruktur verfügen, dürfen sie ihre Kundinnen und Kunden gegen Covid-19 impfen.

«Da wir im Kanton schon seit einigen Jahren Impfungen in den Apotheken durchführen, ist die Nachfrage der Kundschaft auch sehr gross», so Grütter. Im Vorfeld müssten aber noch ­verschiedene Fragen geklärt werden, etwa wie die Terminvergabe funktioniert und wie der Impfstoff angeliefert werden soll. Schon jetzt sei aber klar: «Ärzte und Apotheken werden auf lange Sicht die Corona-Impfungen standardmässig anbieten.»