Coronakritiker
Nach Praxisschliessung: Solothurner Naturheilpraktiker reicht Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein

Mitte April hat der Rechtsdienst des Departements des Innern gemeinsam mit der Polizei die Praxis eines Solothurner Naturheilpraktikers geschlossen. Dieser verbreitet coronakritische und -negierende Botschaften. Nun liegt der Fall beim Verwaltungsgericht.

Noëlle Karpf
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Unterstützerinnen und Unterstützer des Naturheilpraktikers wohnten der Praxisschliessung bei.

Unterstützerinnen und Unterstützer des Naturheilpraktikers wohnten der Praxisschliessung bei.

Tele M1

Vorgesehen war eine einfache Schlüsselübergabe. Am Schluss fand sich dafür dann ein ganzer Kreis an Zuschauenden, die mitverfolgten, wie der Rechtsdienst des kantonalen Departements des Innern gemeinsam mit Angehörigen der Polizei die Praxis eines Solothurner Naturheilpraktikers dichtmachten. Der Grund: Unter anderem auf seiner offiziellen Praxis-Website verbreitet der Mann coronakritische und -negierende Inhalte.

Der Rechtsdienst des Departements ist durch einen anonymen Tipp auf diese Posts aufmerksam geworden und hat deshalb ein aufsichtsrechtliches Verfahren gegen den Naturheilpraktiker eingeleitet. Geprüft wird, ob ihm die Berufsausübungsbewilligung entzogen werden soll. Mitte April wurde dann zudem – laut der verantwortlichen Stelle beim Kanton zum Schutz von Patientinnen und Patienten – die Praxis geschlossen. Dies mittels superprovisorischer Verfügung. Gegen diese wehrt sich der Heilpraktiker nun.

Auf Anfrage bestätigt das Solothurner Verwaltungsgericht, dass eine Beschwerde in der Sache eingegangen ist. Offen ist derzeit, wann mit einem Urteil zu rechnen ist.

Das aufsichtsrechtliche Verfahren dauert derweil an.