Corona
5 Millionen für die Teststrategie – Kanton Solothurn will 24'000 PCR-Tests pro Woche durchführen

Der Kanton Solothurn setzt wie bereits angekündet auf die erweiterte Corona-Teststrategie des Bundes und baut seine Testkapazitäten und Testmöglichkeiten aus. Die Regierung hat dafür das Geld bewilligt.

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Der Kanton will vermehrt gezielte, repetitive Testungen durchführen. (Themenbild)

Der Kanton will vermehrt gezielte, repetitive Testungen durchführen. (Themenbild)

Alexandra Wey / KEYSTONE


Ab dem 15. März 2021 werden die Kosten für das repetitive Testen sowie für sämtliche Schnelltests übernommen – auch bei Personen ohne Symptome. Am Dienstag hat der Regierungsrat die Voraussetzungen geschaffen, um diese erweiterte Teststrategie des Bundes schnell umzusetzen, wie aus einer Mitteilung der Staatskanzlei hervorgeht.

So sollen unter anderem vermehrt gezielte, repetitive Testungen («Massentests») in Unternehmen, Alters- und Pflegheimen, sozialmedizinischen Institutionen, Kindertagesstätten sowie in Schulen stattfinden. Eingesetzt werden dafür gesammelte PCR-Speichelproben (gepoolte PCR-Tests). Mit diesen präventiven Massentests könnten insbesondere Personen ohne oder mit unspezifischen Symptomen zeitnah eruiert, deren Kontaktpersonen zurückverfolgt und rechtzeitig notwendige Massnahmen wie Isolation oder Quarantäne eingeleitet werden, heisst es.

«Neben dem Impfen und der Einhaltung der geltenden Hygiene- und Schutzmassnahmen ist das regelmässige Testen, auch von Personen ohne Symptome, eine wirksame Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus», betont Kantonsarzt Lukas Fenner.

Die Teststrategie basiert auf den drei folgenden Pfeilern:

  1. Symptom- und fallorientiertes Testen (z.B. bei leichten oder unspezifischen Symptomen, unter Quarantäne am Tag 5, Ausbruchsuntersuchung)
  2. Gezielte und repetitive Testen («Massentests», z.B. in Unternehmen)
  3. Testen auf Wunsch («Diagnostische Schnell-Tests» an einem anerkannten Teststandort und, sobald verfügbar, «Selbsttests zuhause»)

In Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter will der Kanton Solothurn künftig rund 24'000 gepoolte PCR-Tests pro Woche durchführen. Aktuell laufen Pilotprojekte mit zwei möglichen externen Anbietern. Bereits ab Mitte April können die breitangelegten Testungen durchgeführt werden.

Vielfältiges und niederschwelliges Testangebot

Neben den gepoolten PCR-Test baut der Kanton zudem das Testangebot in den beiden Screening-Zentren (Olten und Solothurn) sowie den Solothurner Spitälern (soH) weiter aus. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die Bevölkerung weiterhin regelmässig und unkompliziert testen lassen kann. Für die Umsetzung der Teststrategie stellt der Regierungsrat vorläufig rund 5,1 Mio. Franken bereit.

Ergänzt wird die kantonale Teststrategie mit den fünf Gratis-Selbsttests pro Monat, die ab dem 7. April 2021 in den Apotheken bezogen werden können. (sks)

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