Coronaöffnungen
Badis im Kanton Solothurn begrüssen gelockerte Maskenregeln

Der Bundesrat hat die Coronaregeln gelockert. Die Badis im Kanton sind bereit, Badegäste zu empfangen. Doch das Wetter spielt dabei eine mindestens so grosse Rolle, wie die Umfrage zeigt.

Christoph Krummenacher
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Kinder spielen im Freibad Solothurn.

Kinder spielen im Freibad Solothurn.

Manuela Jaeggi ‒ Wyss

Der Bundesrat hat vergangenen Mittwoch den Turbo eingelegt. Gesundheitsminister Alain Berset verkündete weitreichende Lockerungen bezüglich der Coronamassnahmen. Betroffen sind auch die Freibäder. Was gilt ab Montag in den Solothurner Badis?

Schlechter Saisonstart

In der Badi Olten freut man sich primär über die guten Wetterprognosen. Die Einhaltung der Regeln sei aufgrund der schlechten Witterung nicht schwierig gewesen, erklärt Chefbadmeister Thomas Müller. Im Freibad sei aber jetzt schon ziemlich frei gewesen. Kommen nun mehr Gäste, brauche man auch mehr Personal, auch für die Überwachung.

Bisher galt: Maskenpflicht überall. Badegäste mussten bis an den Bassinrand die Masken aufbehalten. Eine Regel, die nicht praktikabel ist, wie man gemerkt habe. «Schon vor einer Woche haben wir die Maskenpflicht gelockert», erklärt Müller. «Wir sind hier ja draussen und haben sehr viel Platz.»

Thomas Müller, Bademeister. Badi Strandbad Olten.

Thomas Müller, Bademeister. Badi Strandbad Olten.

Bruno Kissling

Nun wird das Kontrollieren der Regeln für Müller und sein Team etwas schwieriger, weil nun mehr Personen kommen werden. «Dafür brauchen wir auch mehr Personal, aber das ist bei gutem Wetter immer so.»

Um die Gäste über diese Regeln zu informieren, habe man in und vor der Badi entsprechende Plakate aufgehängt. «Darauf stehen unsere Regeln. Jeder Gast kann also selbst entscheiden, ob er reinkommen will oder nicht.» Man kontrolliere jedoch nicht pedantisch, so der Chefbadmeister. Ausserdem könne man oftmals ohnehin nicht abschätzen, wer zusammengehöre.

«Da vertrauen wir auch auf das Verantwortungsgefühl und den gesunden Menschenverstand unserer Gäste.»

Maske nicht mehr bis zum Beckenrand tragen

In der Badi Solothurn ändert sich vorderhand wenig, sagt Lukas Reichmuth, Chef Hochbau bei der Stadt und auch verantwortlich für das Freibad. Auch in der Badi gilt neu die Gruppengrösse von 50 statt wie bisher 15 Personen. Und die bisher generelle Maskenpflicht, die für alle Besucher sowie die Mitarbeitenden galt, wird gelockert. Neu muss nur noch im Eingangsbereich sowie in gedeckten Räumlichkeiten wie Garderoben oder WCs, Maske getragen werden. «Die Besucher müssen nun also die Maske nicht mehr bis zum Beckenrand tragen», so Reichmuth.

Lukas Reichmuth, Abteilungsleiter Hochbau des Solothurner Stadtbauamts.

Lukas Reichmuth, Abteilungsleiter Hochbau des Solothurner Stadtbauamts.

Hanspeter Bärtschi

Mit den gelockerten Maskenregeln werde es einfacher. «Bisher war das Durchsetzen der Regeln allerdings noch kein grosses Thema, weil wir wenig Besucher hatten», gibt Reichmuth zu. «Aber wenn mehr Leute kommen, wäre es für uns schwieriger geworden.» Auch für die Bademeister bedeute die Lockerung eine Erleichterung, weil auch diese bisher ebenfalls überall eine Maske tragen mussten.

Personenbeschränkungen

Der Bund gibt vor, dass jeder Gast 10 m2 Platz haben muss. «Für uns bedeutet das, dass wir maximal 3800 Personen einlassen dürfen. Dafür haben wir am Eingang ein Zählsystem, wie man es aus Läden kennt», so Reichmuth weiter.

Auch die Badi in Balsthal beschränkt die Anzahl Badegäste aufgrund der aktuellen Situation. Der Betrieb laufe unter den Vorgaben des BAG und des Schutzkonzeptes, heisst es auf der Website.

Das Schwimmbad Grenchen.

Das Schwimmbad Grenchen.

Hanspeter Bärtschi

Eine beschränkte Gästezahl gilt auch in Grenchen. Insgesamt 2000 Personen sind gleichzeitig zugelassen – 140 beim Sportbecken, 85 beim Nichtschwimmerbecken und 13 beim Kleinkinderbecken, wie auf der Website weiter ausgeführt wird. Am Platz ist der Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Darüber hinaus hat die Badi Grenchen ein eigenes Schutzkonzept.

In Olten gilt die Grenze von 1600 Personen. Doch bisher kamen die Badis nicht annähernd in Gefahr, dieses Limit zu überschreiten: In Solothurn verzeichnete man etwa 50 Eintritte pro Tag, in Olten etwa 300. Das schlechte Wetter zog die Solothurnerinnen und Solothurner nicht in die Freibäder. Noch nicht. Thomas Müller erwartet dieses Jahr einen sehr heissen Sommer.