Chrüz isch Trumpf
Jassturnier zwischen Solothurner Regierung und der Bischofs-Delegation endet unentschieden

Kirche und Staat sind getrennt, dennoch trafen sie sich am Mittwoch zum traditionellen Bischofsjass. Keine Seite konnte über die andere die Oberhand gewinnen, nach acht teils äusserst knappen Partien trennten sich das Team Regierungsrat und die bischöfliche Delegation in Minne mit einem 4:4 unentschieden.

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Generalvikar Markus Thürig, Regierungsrätin Brigit Wyss, Regierungsrat Remo Ankli und Kanzler Thomas Jann (v.l.n.r.).

Generalvikar Markus Thürig, Regierungsrätin Brigit Wyss, Regierungsrat Remo Ankli und Kanzler Thomas Jann (v.l.n.r.).

zvg

Bischof Felix Gmür lud ein zur traditionellen Jassrunde. Doch auch in bei der Kirche gilt: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. So traf sich der Gesamtregierungsrat und eine Delegation des Bistums Basel zunächst zum informellen Austausch und anschliessendem Abendessen im Bischofshaus in Solothurn.

Erst dann wurden die Karten gemischt und die Trümpfe gewiesen. Glück und Können waren dabei offenbar gleichmässig verteilt. Nach acht unterhaltsamen und teils hart umkämpften Partien trennten sich Kirche und Staat schliesslich unentschieden 4:4.

Frau Landammann Susanne Schaffner und Regierungsrat Peter Hodel forderten Bischof Felix Gmür und Domdekan Peter Schmid heraus.

Frau Landammann Susanne Schaffner und Regierungsrat Peter Hodel forderten Bischof Felix Gmür und Domdekan Peter Schmid heraus.

zvg

Der Bischofsjass wird in Solothurn seit den 1960er-Jahren gepflegt. Der damalige SP-Regierungsrat Willi Ritschard hat die besondere Jassrunde zusammen mit Bischof Anton Hänggi und Staatsschreiber Alfred Rötheli ins Leben gerufen. Willi Ritschard und Anton Hänggi kannten sich vom gemeinsamen Dienst in der Schweizer Armee. Seither treffen sich Regierung und Geistlichkeit einmal im Jahr zu einem Gedankenaustausch, der jeweils mit einem Jass abgeschlossen wird.

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