Gewerbeverband

Christian Werner sticht André Seiler im Kampf ums Präsidium klar aus

Christian Werner wird den Delegierten als Kandidat für das Präsidium vorgeschlagen.

Christian Werner wird den Delegierten als Kandidat für das Präsidium vorgeschlagen.

Der Oltner Anwalt und Notar sowie SVP-Fraktionschef Christian Werner soll neuer Präsident des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands werden. Er setzte sich in der Präsidentenkonferenz klar gegen Herausforderer André Seiler durch.

Der Krimi um die Nachfolge von Gewerbeverbands-Präsidentin Marianne Meister ist um ein Kapitel reicher. Sah es lange Zeit so aus, als würde der Oltner Rechtsanwalt, Notar und SVP-Fraktionschef Christian Werner (Bild) alleiniger Kandidat sein, brachte sich vor der Kür durch den Zentralvorstand der Unternehmer André Seiler, Verwaltungsratspräsident und CEO von der Nunninger Stebler Blech AG, bei der Findungskommission ins Spiel. Und siehe da: Seiler schaffte es mit Werner aufs Ticket, das an die Präsidentenkonferenz ging. Diese hatte gestern Abend die Qual der Wahl zwischen dem lupenreinen Unternehmer und parteilosen Wirtschaftsmann Seiler und dem Einzelunternehmer und Gewerbepolitiker Werner. Es standen sich demnach zwei Exponenten mit sehr unterschiedlichem Profil gegenüber. Und entsprechend verschieden gearteten Zugängen zum Verband und zu dessen Rolle und Politik.

Die Präsidentenkonferenz machte es sich denn auch nicht einfach und führte eine einlässliche Diskussion über die Meister-Nachfolge. Dabei ging es nicht nur um die beiden zur Wahl stehenden Personen, sondern auch um die Richtung. Konkret: Verkörpert Seiler den klassischen Unternehmertyp, der zwar nicht apolitisch ist, aber weder einer Behörde noch einem Parlament angehört, ist die politische Komponente bei Werner ausgeprägter – auch institutionell, indem er sowohl dem Kantons- als auch einem Gemeindeparlament angehört.

Am Ende lagen die Verhältnisse klarer, als im Vorfeld in Gewerbekreisen gemutmasst worden war. Jedenfalls hob die Präsidentenkonferenz Christian Werner mit 22 zu 13 Stimmen auf den Schild, wie kgv-Geschäftsführer Andreas Gasche nach der Versammlung auf Anfrage sagte. Dabei spielte eine Rolle, dass Werner bereits im Gewerbeverband aktiv ist und zudem klar signalisierte, er werde sein Amt im Fall einer Wahl als Gewerbe- und nicht als Parteivertreter wahrnehmen. Im Übrigen verzichtete die Präsidentenkonferenz darauf, den Delegierten eine «Auswahlsendung» zu unterbreiten. Werner wird im Sinn eines Einervorschlags zur Wahl empfohlen. Diese findet am 3. Juli in Olten statt.

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