Kanton Solothurn
Christian Wanner bleibt im Alpiq-Verwaltungsrat

Die Solothurner Regierung will, dass der Ex-Finanzdirektor Christian Wanner den Kanton Solothurn auch 2015/ 2016 im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Alpiq vertritt.

Elisabeth Seifert
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Christian Wanner soll auch im Jahr 2016 die Interessen des Kantons im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Alpiq vertreten.

Christian Wanner soll auch im Jahr 2016 die Interessen des Kantons im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Alpiq vertreten.

AZ

Seit Jahren ist das vertraglich so festgelegt: Der Kanton Solothurn stellt im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Alpiq mit Sitz in Olten den Vize-Präsidenten. Und ebenfalls seit Jahren hat Christian Wanner dieses Amt inne. Zuerst als Finanzdirektor und seit seiner Pensionierung im letzten August als Ex-Finanzdirektor. Jetzt beantragt die Regierung der Generalversammlung der Alpiq Holding AG, dass Christian Wanner auch 2015/ 2016 die Interessen des Kantons vertreten soll. Solothurn hält derzeit gut 5 Prozent der Alpiq-Aktien. Die definitive Wahl durch die Aktionärsversammlung erfolgt im kommenden Frühling.

Wanner behält nur noch Spesen

In die Schlagzeilen geriet Alpiq-Vizepräsident Wanner im Juni 2013. Damals wurde bekannt, dass er allein im Jahr 2012 einen stattlichen Anteil der Entschädigungen für sein Mandat selbst behalten hat. Nämlich Spesen, Vorsorgeleistungen und Sitzungsgelder in der Höhe von gut 100 000 Franken. Im Dezember letzten Jahres hat der Kantonsrat daraufhin eine Änderung des Staatspersonalgesetztes beschlossen. Künftig müssen Staatsbedienstete, die als Vertreter des Kantons in öffentlichen oder privaten Unternehmungen sitzen, sämtliche Entschädigungen der Staatskasse abliefern. Behalten dürfen sie nur noch einen Teil der Spesen.

Obwohl Christian Wanner seit August 2013 nicht mehr vom Kanton angestellt ist, verzichtet er auf sämtliche Entschädigungen. «Ich behalte nur noch die Spesen und bekomme zudem eine kleine Büro-Entschädigung», sagte er am Dienstag gegenüber dieser Zeitung. Und das soll auch im Jahr 2016 so bleiben.